Polizei warnt

Betrüger wollen mit Schockanrufen Geld ergaunern

Ruppichteroth.  Gleich fünf Fälle sogenannter Schockanrufe musste die Polizei Rhein-Sieg am Dienstag in Ruppichteroth verzeichnen. Die Vorgehensweise war in allen Fällen gleich: Russischstämmigen Frauen wurden bereits zu Beginn des Gesprächs mit der Information geschockt, dass ihr Ehemann, Bruder oder Sohn einen schweren Unfall gehabt haben sollen.

Bei diesem Unfall wäre auch eine weitere Person schwer verletzt worden. Es würden nun bis zu 10.000 Euro erforderlich, um die Behandlungskosten zu begleichen und um zu vermeiden, dass die Angehörigen ins Gefängnis kämen. Glücklicherweise wurden die Betrüger in allen Fällen am Telefon entlarvt.

In einem Fall, weil der angeblich verletzte Ehemann tatsächlich neben seiner angerufenen Ehefrau sass.  In einem anderen Fall rief die Angerufene noch während des Telefonates ihren vermeintlich in Bedrängnis geratenen Ehemann an und stellte so den Betrugsversuch fest.

In allen fünf Fällen wurde eine litauische Telefonnummer mit der Länderkennung 00370 übermittelt. Das zuständige Kriminalkommissariat 2 hat die Ermittlungen aufgenommen. Hinweise werden erbeten an die Rufnummer 02241/5413121.

In diesem Zusammenhang warnt die Polizei Rhein - Sieg ausdrücklich vor den so genannten "Schockanrufen" . Bei dieser Betrugsmasche wurden russisch stämmige Mitbürger in der letzten Zeit von skrupellosen Betrügern um ihre Ersparnisse gebracht! Diese werden angerufen und es meldet sich ein Mann, der sich als Angehöriger, Rechtsanwalt oder Polizist ausgibt. Er behauptet, ein naher Verwandter des Angerufenen hätte bei einem Unfall ein Kind verletzt.

Für eine sofortige Operation werden mehrere Tausend Euro benötigt. Nur wenn das Geld sofort bezahlt wird, verzichten die Angehörigen des Kindes auf eine Anzeige. Ein Mitarbeiter des Anwaltes oder eine andere Person würde das Geld sofort abholen. Manchmal wird auch telefonisch noch ein Vertrag diktiert. Damit soll nur verhindert werden, dass mit dem Angehörigen Verbindung aufgenommen wird.

Die Polizei rät:

  • Gehen Sie nicht auf solche Angebote ein!
  • Rufen Sie die übliche Nummer des Verwandten an!
  • Verständigen Sie sofort über den Notruf "110" die Polizei!
  • Übergeben Sie niemals Geld an Personen, die Sie nicht kennen!
  • Bitte warnen Sie auch andere Mitbürger vor diesen Betrügern.
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