Dezernent verlässt Königswinter: Meckenheimer Stadtrat wählt Holger Jung | GA-Bonn

Dezernent verlässt Königswinter

Meckenheimer Stadtrat wählt Holger Jung

KÖNIGSWINTER/MECKENHEIM.  Jetzt ist es amtlich: Holger Jung wird neuer Erster Beigeordneter in Meckenheim. Der 41-jährige Wachtberger wurde am Mittwochabend vom Stadtrat in geheimer Abstimmung für acht Jahre ins Amt gewählt. Ganz so glatt, wie es zunächst den Anschein hatte, verlief die Wahl allerdings nicht.
Bürgermeister Bert Spilles (rechts) gratuliert Holger Jung. Foto: Martina Welt

Während das Votum im Hauptausschuss für den Kandidaten einstimmig war, allerdings bei einigen Enthaltungen, gab es in der geheimen Abstimmung des Rates auch Gegenstimmen. Von 38 stimmberechtigten Ratsmitgliedern wurden 33 gültige Stimmen abgegeben. Darunter waren 28 Ja- und fünf Nein-Stimmen.

"Ein Ergebnis, mit dem wir durchaus gerechnet hatten", kommentierte die Pressesprecherin der Stadt Marion Lübbehüsen den Mehrheitsbeschluss auf GA-Anfrage. Schon im Hauptausschuss habe es auch Enthaltungen gegeben und einige Ratsmitglieder hätten lieber eine Bewerberin in diesem Amt gesehen.

"Wir wollten jedoch ihre Bewerbung nicht öffentlich machen, wenn sie ohnehin keine Chance hat, gewählt zu werden", so Lübbehüsen weiter. Das hätte insbesondere der Bewerberin selbst geschadet. Die ungültigen Stimmen entsprächen Enthaltungen, da im Rat nur mit Ja oder Nein abgestimmt wurde.

Für den frisch gekürten Ersten Beigeordneten gehe dieses Ergebnis in Ordnung, wie er dem GA gleich nach der Wahl sagte. Er freue sich auf seine Arbeit in Meckenheim, wo er sich persönlich und beruflich weiterentwickeln könne. In Meckenheim gebe es sehr viele Projekte, und das reize ihn besonders.

Langweilig sei es zwar in Königswinter, wo er derzeit noch als Dezernent arbeitet, auch nicht, aber es sei für ihn eine Herausforderung, wenn viel zu tun sei. März oder April werde es wohl werden, bis er seinen Dienst in Meckenheim antreten kann. Vorher möchte er jedoch sowohl in der Verwaltung als auch mit den Fraktionen Gespräche führen. Bis dahin gebe es allerdings noch einige Projekte in Königswinter, die er zu Ende bringen wolle.

Abo-Bestellung

Leserfavoriten

Anzeige

Anzeige

Meistgelesen