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Stieldorfer Pfarrer Max Koranyi hat seine 27. Weihnachtsgeschichte geschrieben
Drei Königinnen bei Herodes
Von Gabriela Quarg
stieldorf. In vielen Kirchen wird beim Familiengottesdienst am Heiligen Abend das wohlbekannte Krippenspiel aufgeführt - nicht so in Stieldorf: Dort lässt sich Pfarrer Max Koranyi Jahr für Jahr etwas ganz Neues einfallen. So viele seiner Weihnachtsstücke gibt es mittlerweile, dass Koranyi sie in einem Buch für die Nachwelt aufgehoben hat. "Hase, Rocker, Pierrot: Weihnachtsspiele für jedes Alter", heißt das Werk, das im Buchhandel erhältlich ist. Worum es bei seinem 27. selbst geschriebenen Weihnachtstheaterstück geht, verrät der Vater von drei erwachsenen Söhnen im Gespräch mit Gabriela Quarg.
Weihnachtstheater: Max Koranyi und die Königinnen Sandra Drees, Bianka Röber-Schuchetzki und Ursula Blondiau. Foto: Frank Homann
Wieso machen Sie sich die Arbeit, jedes Jahr ein neues Weihnachtsstück zu schreiben?
Koranyi: Ich bin jetzt seit fast 40 Jahren Pfarrer, da kann man ja nicht jedes Jahr das Gleiche bringen. Und die vorliegenden Texte haben mir nie so zugesagt. Meine Stücke sind kleine Predigten in Theaterform, in die ich aktuelle Themen einbaue.
Worauf können denn die Gottesdienstbesucher dieses Mal gespannt sein?
Koranyi: Da hatte ich eine geniale Idee. Das Stück heißt: Drei Königinnen und ein König. Da die Heiligen Drei Könige aus verschiedenen Gründen keine Lust mehr haben, nach Bethlehem aufzubrechen, begeben sich ihre Frauen auf die Reise - natürlich mit ganz anderen Geschenken im Gepäck. Unterwegs treffen sie auf König Herodes, der von mir gespielt wird. Er ist gar nicht so böse wie immer behauptet, sondern eigentlich ein richtiger Softie, der gerne mal in eine andere Rolle schlüpfen würde. Kurzerhand reist er mit den Königinnen mit.
Wie lange dauert es, bis so eine Geschichte fertiggeschrieben ist?
Koranyi: Ich brauche immer lange, um eine Idee zu finden. Meist gehe ich dazu im Sommer im Siebengebirge spazieren und denke nach. Wenn die Idee da ist, schreibe ich das Stück an einem Tag.
Das Ganze ist also alles andere als nur eine Pflicht?
Koranyi: Ja, ich habe selber totalen Spaß dabei, auch an den Proben. Da die Königinnen einen ellenlangen Text haben, haben wir Kamele gebastelt, auf denen sie nach Bethlehem reiten. Die kann man sich wie eine Art Bauchladen umhängen und darin versteckt ist dann ein Spickzettel.
Ihre Stücke sind mittlerweile weit über die Grenzen von Stieldorf hinaus bekannt.
Konranyi: Sie sind schon ein wenig wie ein Aushängeschild für unsere Gemeinde. Es kommen sogar Leute aus Köln oder Bonn. Für viele ist das etwas Besonderes. Die Leute sind sehr aufmerksam und verstehen, was ich Ihnen mit den Stücken sagen möchte.
Die Termine: Das Weihnachtsstück "Drei Königinnen und ein König" ist nicht nur beim Familiengottesdienst am Heiligen Abend, 24. Dezember, um 16.30 Uhr in der evangelischen Kirche in Stieldorf zu sehen, sondern auch beim Gottesdienst am Samstag, 22. Dezember, um 18 Uhr in Birlinghoven sowie am vierten Advent, Sonntag, 23. Dezember, um 10.30 Uhr in Stieldorf.
Artikel vom 21.12.2012
Rhein-Sieg-Kreis
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