Suche nach Eitorferin: Weiterhin keine Spur von Sandra D. | GA-Bonn

Suche nach Eitorferin

Weiterhin keine Spur von Sandra D.

eitorf.  Die Polizei hat die Suche nach der 42-jährigen Sandra D. aus Eitorf, die seit dem 9. September vermisst wird, am Freitag fortgesetzt. Nachdem vor wenigen Tagen eine Einsatzhundertschaft der Bereitschaftspolizei die Gegend rund um das Haus der Vermissten in Bach durchkämmte, suchte am Freitagmorgen eine Tauchergruppe der Bundespolizei mit zwei Schlauchbooten die Sieg nach der Mutter von zwei Kindern ab.
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Einsatz im eiskalten Wasser: Taucher der Bundespolizei halten von Schlauchbooten aus Ausschau.
												Foto: Axel Vogel

Einsatz im eiskalten Wasser: Taucher der Bundespolizei halten von Schlauchbooten aus Ausschau. Foto: Axel Vogel

Die Mordkommission um Leiter Michael Brück schließt weiterhin nicht aus, dass die Eitorferin Opfer eines Verbrechens geworden ist. Ihre Arbeit nahmen die Bundespolizisten bei frostigen fünf Grad wieder bei Bach auf und nahmen die Ufer unter die Lupe. Taucher wateten durch das hüfthohe Wasser.

Unterstützung gab es zwischenzeitlich aus der Luft: Ein Polizeihubschrauber überflog mehrfach die Siegauen, bis die Besatzung wegen eines schweren Verkehrsunfalls abgezogen wurde, so der Bonner Polizeisprecher Frank Piontek. Die akribische Suche ging langsam voran. Gegen 14.30 Uhr war die Siegbrücke bei Oberauel erreicht, am Campingplatz Lauthausen wurde der Einsatz beendet, ohne dass etwas gefunden wurde. "Wir werden am Samstag die Suche in Richtung Rheinmündung fortsetzen", kündigte Piontek an.

Wie weit man die Sieg noch absuchen werde, müsse aber erst noch entschieden werden. "Es besteht weiterhin kein konkreter Tatverdacht", betonte der Polizeisprecher. Für das Verschwinden der Frau gebe es nach wie vor mehrere Erklärungen, sagte Ermittler Franz Wirges.

Laut Michael Brück kann ein Selbstmord nicht ganz ausgeschlossen werden, da die 42-Jährige wegen ihrer Angstzustände nachweislich in ärztlicher Behandlung gewesen war. Gleichwohl sprechen einige Indizien für eine Gewalttat. "Daher müssen wir jetzt etwas tun", begründete Brück die neuerliche Suchaktion. So hatte Sandra D. laut Kripo den Umzug in eine eigene Wohnung geplant. Er sollte etwa eine Woche, nachdem sie spurlos verschwunden war, stattfinden. Nach Informationen des General-Anzeigers waren Eheprobleme der Grund.

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