Bildung in Bornheim: Sekundarschule wird zur "Fairtrade-School" | GA-Bonn

Bildung in Bornheim

Sekundarschule wird zur "Fairtrade-School"

Bornheim.  Gründungstreffen in Bornheim: Fairer Handel als übergreifendes Thema im Unterricht und bei Aktionen der Schule
An der Sekundarschule Bornheim ist ein Team für die Fairtrade-School gegründet worden.
								Foto: GA
An der Sekundarschule Bornheim ist ein Team für die Fairtrade-School gegründet worden. Foto: GA

Nachdem Bornheim im September als Fairtrade-Stadt ausgezeichnet worden ist, wird nun die Sekundarschule zur ersten "Fairtrade-School" der Stadt. Schon vor einiger Zeit hatte das Lehrerkollegium beschlossen, in der Lehrerküche und für auswärtige Gäste ausschließlich fair gehandelten Kaffee, Kekse und Schokolade anzubieten. Nun fand das Gründungstreffen der "fairen" Schule mit Schülern, Eltern und Lehrern statt.

Um Fairtrade-School werden zu können, müssen verschieden Kriterien erfüllt werden, zum Beispiel Verkauf und Verzehr fair gehandelter Produkte an der Schule, die Integration des Fairtrade-Gedankens in den Unterricht und die Durchführung jährlicher Aktionen zum Thema Fairer Handel. Mit der Auszeichnung werden Schulen in NRW für ihr Engagement im Fairen Handel belohnt, sie dürfen den Titel "Fairtrade-School" zwei Jahre lang tragen. Danach wird überprüft, ob die Kriterien weiterhin erfüllt sind. Schirmherrin der Kampagne ist Sylvia Löhrmann, stellvertretende NRW-Ministerpräsidentin und Landesministerin für Schule und Weiterbildung.

An einer Fairtrade-School soll weltverknüpft gelernt und ein Bewusstsein für nachhaltige Entwicklung geschaffen werden. Kreatives Handeln soll gefördert werden. Die Kampagne soll dazu beitragen, dass Kinder in Entwicklungs- und Schwellenländern nicht zu illegaler Kinderarbeit gezwungen werden und Produzenten helfen, unter fairen Bedingungen herstellen zu können.

Als Fairtrade-School wolle die Sekundarschule Bornheim einen kleinen Beitrag dazu leisten, die Lebens- und Arbeitsbedingungen in den Entwicklungsländern zu verbessern und Armut zu verringern, sagte Schulleiterin Astrid Geschwind. Bornheim wolle Vorbild für andere Schulen sein und den Schülern frühzeitig Verantwortungsbewusstsein nahebringen. Greifbare Anwendungsbeispiele sollen dabei helfen, weltweite Zusammenhänge besser zu verstehen: Wie ist unser Leben mit der Lebens- und Arbeitssituation anderer Menschen auf der Welt verknüpft? Warum ist Handel oft unfair und wie wirkt sich das aus? Inwieweit können Entscheidungen, die wir als Konsumenten treffen, einen Unterschied machen?

"Unserer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt", freute sich Geschwind über die große Resonanz beim Gründungstreffen des Schulteams. Teamleiter Peter Poppensieker betonte die positive Wirkung der Kampagne in der Schule: "Fairtrade fördert kritisches Denken und hilft den Schülern dabei, eine ganze Reihe neuer Fähigkeiten zu entwickeln."

Abo-Bestellung

Anzeige

Meistgelesen