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Präsentation der Gesamtschule abgesagt
Wally Feiden: Nicht in meinem Sinne
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BAD HONNEF. Verärgert über die Absage der Sondersitzung des Stadtrates, in der am Mittwochabend die Anbieter eines privaten Gesamtschulprojektes in Bad Honnef ihr Vorhaben hätten präsentieren sollen, ist Bürgermeisterin Wally Feiden: "Das war nicht in meinem Sinne."
Eine private Gesamtschule könnte die Hauptschule, hier Schüler während eines Projekts, ersetzen. Foto: Frank Homann
Der Verwaltungsvorstand hatte nach Bekanntwerden der Königswinterer Entscheidung für eine Gesamtschule in Oberpleis mitgeteilt, dass der Termin obsolet sei; Feiden selbst war krankheitsbedingt abwesend. War es politischer Wille, Verwaltungsmeinung oder Missverstehen auf beiden Seiten? Klar ist: Jetzt ist Schadensbegrenzung angesagt. Der Gesprächsfaden zu den Initiatoren, so die einhellige Meinung, dürfe nicht abreißen.
Grund: Nachdem sie durch die Verwaltung von der Absage in Kenntnis gesetzt worden waren, zogen Gaby und Siegfried Loewenguth ihre Offerte zurück. Siegfried Loewenguth betonte am Mittwoch gegenüber dem GA erneut, dass das Angebot auf das Schuljahr 2013/2014 ausgerichtet gewesen sei. Eine private Gesamtschule für Honnef sei auch später möglich, aber "eventuell nicht mit uns". Die Entscheidung zur Absage des Rates, laut Auskunft an Loewenguth aus dem Rathaus übrigens wegen Bedenken der Politik, sei nicht nachvollziehbar.
Es gebe keine Beschlüsse, dass Königswinter in der Gesamtschulfrage kooperieren wolle. Die Dringlichkeit einer eigenen Lösung werde in Honnef offenbar dennoch nicht gesehen. Generell gelte: "Als Unternehmer muss man das pragmatisch sehen." Entscheidungen für oder gegen ein Projekt seien zu respektieren. Andererseits brauche es für jedes Vorhaben "verlässliche Partner", die seien zurzeit nicht erkennbar: "Als Notnagel wollen wir unser Engagement nicht bewertet wissen." Gleichwohl sei man mit Feiden weiter im Gespräch.
"Königswinter hat nichts in Richtung einer Zusammenarbeit mit Honnef entschieden", so Feiden. Schon darum sei es "taktisch unklug", die Präsentation abzusagen; besser wäre, die Dinge "am Laufen" zu halten. "Ziel ist eine wohnortnahe Beschulung für alle Honnefer Kinder", angesichts der reellen Chance durch ein Privatangebot sei hier Beratungsbedarf gegeben. Derselben Meinung ist Schulausschussvorsitzende Petra Kansy (CDU). Sogar Beschlüsse wären möglich gewesen, vorbehaltlich weiterer Prüfungen.
Kansy verneinte, Bedenken seien aufgekommen wegen der Beratungsfolge Rat vor Schulausschuss: "Im Gegenteil." Das Interesse sei einhellig. Sie habe im Rathaus deutlich gemacht, dass nach der Absage schnellstens der Fachausschuss tagen müsse. Das sieht auch CDU-Fraktionschef Sebastian Wolff so. Er schränkte ein, ein "konkreter Errichtungsbeschluss" hätte wegen der knappen Zeit am Mittwoch ohnehin nicht fallen können.
Artikel vom 20.12.2012
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