Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft: Die Finanzierung ist bis 2020 gesichert | GA-Bonn

Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft

Die Finanzierung ist bis 2020 gesichert

ALFTER.  Die Grundfinanzierung der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft ist bis 2020 gesichert. Diese gute Nachricht überbrachte Professor Horst Philipp Bauer, Geschäftsführender Vorstand der Software AG-Stiftung in Darmstadt. Kann es ein schöneres Geburtstagsgeschenk geben?
Feiern den Geburtstag der Anerkennung der Alanus Hochschule: (v. l.) Hartmut Ihne, Gabriele Uelsberg, Marcelo da Veiga, Rolf Bausch, Helmut Habermehl, Rolf Schumacher und Horst Philipp Bauer.
							Foto: Wolfgang Henry
Feiern den Geburtstag der Anerkennung der Alanus Hochschule: (v. l.) Hartmut Ihne, Gabriele Uelsberg, Marcelo da Veiga, Rolf Bausch, Helmut Habermehl, Rolf Schumacher und Horst Philipp Bauer. Foto: Wolfgang Henry

Die Alanus Hochschule mit ihren zwei Campusstandorten in Alfter feierte ihre staatliche Anerkennung, die sie vor genau zehn Jahren erhielt. Die zweite gute Nachricht indes blieb aus: Alfters Bürgermeister Rolf Schumacher hätte sie gerne überbracht, er behielt indes noch die Hoffnung, dass das Land Nordrhein-Westfalen eines Tages auch seinerseits die Einrichtung finanziell berücksichtigt.

"Die Gespräche laufen noch", so Schumacher. "Jung, inspirierend, ganzheitlich" - so empfindet Schumacher die Alanus Hochschule, die seiner 24.000 Einwohner zählenden Gemeinde "eine gewisse Note" bringe.

Einen Blick zurück gestattete sich der stellvertretende Landrat des Rhein-Sieg-Kreises, Rolf Bausch, der an die Ausgleichsmittel des Bundes nach dem Berlin-Bonn-Gesetz erinnerte - ein Baustein für die weitere rasante Entwicklung der Alanus Hochschule, die "eine enorme Strahlkraft hat und ein Impulsgeber über die Region hinaus ist", so Bausch. Die "einzigartigen Alleinstellungsmerkmale" der Hochschule lobte auch Helmut Habermehl, Vorstand der Alanus Stiftung.

Indes: Es gab auch kritische Töne. Bauer brachte nicht nur die gute Nachricht, sondern warnte auch davor, wenn sich die Lehre ausschließlich auf die Anthroposophie konzentriere: "Andere Perspektiven haben auch ihre Daseinsberechtigung." Es sei "unerlässlich", sich "bei der Suche nach Lehrenden den Besten verpflichtet zu fühlen, die Weltanschauung sollte eine untergeordnete Rolle spielen."

Die Hochschulleitung sollte nun, da die Konsolidierungsstufe erreicht sei, eingeschlagenen Wege auf den Prüfstand stellen. Rektor Professor Marcelo da Veiga kritisierte seinerseits den Bolognaprozess, der Studierenden kaum Raum zum Reifen und Ausprobieren lasse.

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