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Brandserie in Witterschlick
Bürgermeister beunruhigt - Ermittlungen dauern an
Von Johanna Heinz
ALFTER-WITTERSCHLICK. Die Brandserie in Witterschlick sorgt nach wie vor für Unruhe in der Bevölkerung. Jetzt meldete sich auch Bürgermeister Rolf Schumacher zu Wort und zeigte sich über die Vorfälle der vergangenen Wochen beunruhigt. Die Polizei ermittelt derweil weiter.
Milchige Plastikfolie liegt über dem Dach des Hotels Lambertushof in Witterschlick und schützt den Teil des Dachstuhls, in dem vergangene Woche die Flammen wüteten, vor dem Nieselregen. Eine dunkle Rußspur, die unterhalb der Regenrinne aus der Folie zu kriechen scheint, erinnert noch an den Brand, der in der Nacht zum 8. Juni Hotelgäste und Feuerwehr in Atem hielt.
Nun haben die Arbeiten zur Wiederherstellung des Dachstuhls begonnen, der erheblichen Schaden durch Feuer und Löschwasser genommen hat. Ausgangspunkt des Feuers war offenbar ein brennender Müllcontainer, von dem die Flammen auf die Küchen und den Dachstuhl übergegriffen hatten.
Ungeachtet der verheerenden Folgen, die der brennende Müllcontainer am Lambertushof angerichtet hat, wurden auch in dieser Woche wieder Mülltonnen und Container in Witterschlick in Brand gesetzt. Schon in der Nacht des Hotelbrands hatte die Feuerwehr zudem einen Container auf dem Pausenhof der Grundschule an der Pastoratsgasse gelöscht. Anwohner zufolge soll in der besagten Nacht auch im Lüsbacher Weg eine Papiertonne gebrannt haben.
Und nun standen wie berichtet wieder Container und Tonnen in Flammen. Gleich viermal musste die Feuerwehr in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag ausrücken: In der Pastoratsgasse brannte ein Müllcontainer neben der Kirche und zwei Metallmülleimer im Bereich der Turnhalle. Auch in der Hauptstraße zwischen Buschhovener Straße und Lorenweg musste eine Papiertonne, im Ulmenweg eine gelbe Mülltonne gelöscht werden.
Besorgt über die neuerlichen Vorfälle zeigte sich Bürgermeister Rolf Schumacher. Am Morgen nach dem Brand war er sofort zum Lambertushof gefahren, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Beunruhigend sei vor allem, dass auch in dieser Woche Container in unmittelbarer Nähe von Wohnhäusern gebrannt hätten. "Man muss wohl annehmen, dass die Täter ein Überspringen des Feuers beabsichtigen oder zumindest billigend in Kauf nehmen."
Glücklicherweise sei in dieser Woche in allen Fällen die Feuerwehr früh genug vor Ort gewesen, so Norbert Thönniges von der Freiwilligen Feuerwehr Alfter. Er rät allen Anwohnern, aufmerksam zu sein und Mülltonnen und Container nicht in die unmittelbare Nähe von anderen brennbaren Gegenständen zu stellen.
Die Kriminalpolizei prüfe weiterhin, ob ein Tatzusammenhang zwischen den einzelnen Containerbränden und dem Brand im Lambertushof bestehe, sagte Polizeisprecher Frank Piontek. "Einige Momente sprechen dafür, wie die zeitliche und räumliche Nähe der Ereignisse und die Auswahl der Brandobjekte."
Noch könne man aber keine Schlüsse ziehen; die Ermittlungen dauerten an. Die Kriminalbeamten bitten Anwohner darum, sofort die Polizei unter der Rufnummer 110 zu benachrichtigen, falls ihnen etwas Verdächtiges auffällt.
Artikel vom 16.06.2012
Rhein-Sieg-Kreis
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