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Wetter im Rhein-Sieg-Kreis
Hoch "Achim" sorgt für furioses Sommer-Finale
Von Antonia Clausen
RHEIN-SIEG-KREIS. Spät, aber voller Wucht: Mit Sahara-Hitze von fast 40 Grad hat "Hoch Achim" Bonn und der Region am Sonntag den bisher heißesten Tag des Jahres geboten. Im Rhein-Sieg-Kreis war die Leitstelle der Rettung dabei relativ entspannt. Denn "Hitzeopfer" blieben aus.
Viel los war am Rotter See in Troisdorf. Foto: Holger Arndt
Die meisten Menschen suchten Abkühlung entweder in ihren Häusern und Wohnungen - bei herunter gelassenen Rollläden - oder an den Seen und Flüssen oder in den Schwimmbädern in der Region.
Die Polizei hatte indes im Gegensatz zu den Rettungssanitätern am Wochenende alle Hände voll zu tun. Rund um den Rotter See in Troisdorf etwa ging nämlich gar nichts mehr. Vor allem auf den Straßen. Die Reichensteinstraße war derart zugeparkt, dass der Linienbus nicht mehr durchfahren konnte. Abschleppen war angesagt , und so wurde für einige Dutzend Fahrzeughalter der eigentlich kostenlose Badeausflug zu einem teuren Spaß.
Auch die Ufer der Sieg, an der Wahnbachtalstraße und in Troisdorf-Bergheim, waren am Sonntag heiß begehrte Plätze. Überall, wo es auch nur die Andeutung eines Strands gab, wurden die Sonnenschirme aufgestellt und die Luftmatratzen aufgeblasen. "Dabei ist das Wasser schon fast zu warm, um sich noch darin abzukühlen", meinte ein Badegast.
2800 Besucher im Freibad Sankt Augustin
22,2 Grad vermeldete die Messstation in Menden am Sonntag um 12 Uhr. Noch nicht Badewannentemperatur, aber fast. Die herrsche eher im Freibad Sankt Augustin. 2800 Besucher suchten dort Abkühlung im 26 Grad warmen Wasser. In Bad Honnef ist der Rhein übrigens schon 25 Grad warm - aber dort ist das Baden ohnehin zu gefährlich.
Gefährlich geparkt hatten Besucher des Allner Sees in Hennef. Am Mittag war die Zufahrt zum Gewässer durch einen Schlagbaum vom Ordnungsamt geschlossen worden. Entlang der Burgmauer von Schloss Allner quetschen sich die Fahrzeuge in Reih und Glied und machten die Fahrt für alle anderen Verkehrsteilnehmer zum Slalom. Ein Bürger meldete der Polizei, dass es "am Eschmarer See so voll sei, dass er noch nicht mal mehr mit dem Rad durchfahren" könne.
Auch am Montag bleibt es übrigens hochsommerlich. Und damit niemand das wichtigste bei diesem Wetter - außer dem Genuss von Wärme und Licht - vergisst, machen die Mitarbeiter des evangelischen Altenzentrums am Michaelsberg in Siegburg regelmäßig Durchsagen: "Liebe Bewohner, liebe Gäste, bitte vergessen Sie nicht, bei der Hitze ausreichend zu trinken." In diesem Sinne: Prost, Achim.
Artikel vom 19.08.2012
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