Auch Bad Honnef AG hatte Interesse: In Erpel entsteht ein Windpark | GA-Bonn

Auch Bad Honnef AG hatte Interesse

In Erpel entsteht ein Windpark

BAD HONNEF/ERPEL.  Die Energieversorgung Mittelrhein GmbH (EVM) mit Sitz in Koblenz wird auf der Höhenlage Asberg der Gemarkung Erpel einen Windpark planen, errichten und betreiben. Dafür hat sich der Ortsgemeinderat Erpel einstimmig ausgesprochen.
Auch an diesem Windpark in Neuerkirch-Unzenberg in der Eifel ist die Energieversorgung Mittelrhein beteiligt. Foto: Frank Homann

Damit geht die Bad Honnef AG (BHAG), die sich ebenfalls für das Projekt interessiert und sich noch im August auf einem guten Weg gesehen hatte, wohl leer aus. BHAG-Vorstand Peter Storck war am Mittwoch für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Geplant sind auf dem Erpeler Gelände bis zu zehn Windräder mit einer sogenannten Narbenhöhe von 141 Metern. "Die Zahl steht aber noch nicht fest, da noch nicht alle Gutachten zur Umweltverträglichkeit vorliegen", sagte EVM-Pressesprecherin Katharina Gardyan. Zudem liefen noch Gespräche mit der Ortsgemeinde, und auch die Bürger sollen eng in die Planungen eingebunden werden.

Sollten alle Fragen bis Dezember geklärt sein, dann will man 2014 den Betrieb aufnehmen. "Mit der EVM haben wir einen starken regionalen Partner an der Seite. In unseren vertrauensvollen Vertragsverhandlungen hat sich gezeigt, dass die EVM partnerschaftlich auf die Belange der Gemeinde eingeht", sagte Erpels Bürgermeisterin Cilly Adenauer.

"Das Angebot war wirtschaftlich für uns sehr günstig, da uns ein namhafter Mindestertrag garantiert ist." Die Nachbargemeinde Bruchhausen strebt an, den Windpark auf ihrem Gebiet gemeinsam mit der EVM zu erweitern. Die Entscheidung des Ortsgemeinderates erwartet Bürgermeister Markus Fischer im Dezember. Der Energieversorger und die Kommunen wollen dann ausführlich über die Planungen informieren.

Auch die Koordinatoren der Initiative "uwe - unsere Wind-Energie", Ansgar Federhen und Heinz Schmitz, freuten sich über die Entscheidung: "Wir begrüßen, dass die Verträge mit der Energieversorgung Mittelrhein die Möglichkeit einer Bürgerbeteiligung vorsehen. Auf dieser Grundlage wird die Initiative 'uwe' ihre Pläne vorantreiben, eine Genossenschaft zur Beteiligung der Bürger an dem Windpark zu gründen."

Die EVM setzt auf Ökostrom

Die Energieversorgung Mittelrhein (EVM) versorgt im nördlichen Rheinland-Pfalz nach eigenen Angaben mehr als 146.000 Kunden mit Erdgas, Ökostrom und Wärme sowie rund 185.000 Einwohner mit Trinkwasser. Die EVM wirbt damit, sich für den Ausbau erneuerbarer Energieerzeugung und die Erhöhung der Energieeffizienz einzusetzen, um die Energiewende voranzutreiben.

Durch ihre Aktivitäten würden jährlich 113.000 Tonnen Kohlendioxid eingespart. Die EVM betreibt das Stromnetz in Cochem und mit ihrer Unternehmenstochter Gasversorgung Westerwald GmbH Erdgasnetze in 255 Kommunen. Die EVM ist Betriebsführerin dreier Wasserwerke und eines Abwasserwerks.

Abo-Bestellung

Leserfavoriten

Anzeige

Meistgelesen