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Gemeinderat gegen Filialschließung
Sparkasse Neuwied will Dattenberger Geschäftsstelle abschaffen
khd
DATTENBERG. Als letzter Löschzug der Linzer Wehr bekommt jetzt auch die Freiwillige Feuerwehr Dattenberg am östlichen Ortsausgang ein neues geräumiges Gerätehaus. Im Gemeinderat stellte Gerd Goldbach von der Verwaltung den Mandatsträgern und interessierten Bürgern, darunter auch Wehrführer Günter Gombert, den Bauentwurf der Unterkunft vor.
Gebaut werden soll diese gegenüber vom Friedhof an der Straße "Am Schwarzen See". "Die Zeiten, dass wir uns nach den Einsätzen in den Abgasen hinter unseren Fahrzeugen umziehen müssen, sind dann endlich vorbei", freute sich Gombert. Für die 28 Feuerwehrleute ist hinter der 100 Quadratmeter großen Fahrzeughalle eine 44 Quadratmeter große Umkleide vorgesehen.
Diese ist damit genau so groß wie der Aufenthaltsraum rechts neben der Halle für die beiden Feuerwehrwagen. Ein kleines Büro und eine Küche sowie zwei Sanitärräume und ein kleines Lager mit einer Werkstatt links neben der Fahrzeughalle ergänzen die insgesamt etwa 280 Quadratmeter umfassenden Räume. Kosten lässt sich das die VG Linz 363.000 Euro. Das Gelände stellt die Ortsgemeinde zur Verfügung, die auch Eigentümerin des Grundstücks bleibt.
Aber nicht nur Grund zur Freude war auf der Ratssitzung gegeben, hatte die Sparkasse Neuwied per "Schließungsmitteilung" doch darauf hingewiesen, dass sie neben einigen anderen auch die Dattenberger Filiale zum 1. Februar 2013 schließen wird. "Auch wenn die Sparkasse entgegen ihrer ursprünglichen Absicht nun doch einen Geldautomaten in Dattenberg belassen möchte, ist das bei weitem kein Ersatz für eine Filiale", monierte der Rat in einer Resolution einstimmig.
Durch die Schließung werde die Infrastruktur geschwächt und die seit vielen Jahren bestehende Verbundenheit rein betriebswirtschaftlichen Aspekten geopfert. Damit wäre dann auch die viel gepriesene Kundennähe der Sparkasse Geschichte. Sie gebe ihre aktive Wirtschafts- und Strukturpolitik und damit ihr aufgabenorientiertes Image auf und erweise sich wie andere Banken als rein gewinnorientiertes Institut.
Unter Hinweis vor allem auf die älteren Bürger des Ortes argumentiert der Rat mit dem bisherigen Wettbewerbsvorteil der Erreichbarkeit für alle Kunden des Ortes. "Wir hoffen stark, mit der Sparkasse Neuwied hinsichtlich der Schließung noch sprechen zu können, anstatt diese nur lapidar mitgeteilt zu bekommen", so Bürgermeister Dieter Runkel.
Artikel vom 16.11.2012
Nördlicher Kreis Neuwied
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