Linz ehrt eine kreative Tochter: Bürgermeister Adi Buchwald überreicht Denise Steger den Kulturpreis 2012 | GA-Bonn

Linz ehrt eine kreative Tochter

Bürgermeister Adi Buchwald überreicht Denise Steger den Kulturpreis 2012

LINZ.  Die Kunsthistorikerin und Künstlerin Denise Steger ist Trägerin des Linzer Kulturpreises 2012. Stadtbürgermeister Adi Buchwald überreichte ihr die vom Vorstand der Stiftung Stadtsparkasse Linz am Rhein ausgelobte Auszeichnung. Der Preis würdigt Stegers vielfältiges kreatives Wirken.
Auszeichnung für eine umtriebige Künstlerin: Adi Buchwald ehrt Denise Steger. Foto: Frank Homann

"Jedes Gemeinwesen ist angehalten zu fördern, was die Bürger selbst gestaltend hervorbringen", sagte Buchwald, der neben der Mutter der Künstlerin, Hilde Steger, auch Mitglieder des Stadtrates sowie Friedhelm Petzborn vom Stiftungsvorstand, Stadtarchivarin Andrea Rönz sowie den Leiter des Roentgen-Museums Neuwied, Bernd Willscheid, begrüßte. Nur durch eine solche Förderung werde Lebenskultur gesichert. "Mit Denise Steger ehren wir eine Linzerin, die auf enorm vielfältige Weise zu eben dieser Lebenskultur beiträgt", so Buchwald.

Nach dem Abitur studierte die Preisträgerin zunächst an der Folkwang-Hochschule in Essen klassischen und zeitgenössischen Tanz. Über die Schweizer Artistenschule "Scuola Dimitri" führte ihr Weg zum Centre Choréografique et Artistique nach Montpellier und dann zum Centre Internationale de Danse in Paris. Nach ihren Lehr- und Wanderjahren in Honolulu, New York und London begann Denise Steger neben ihrer Arbeit als darstellende und bildende Künstlerin 1987 ein Studium der Kunst-, Musik- und Literaturgeschichte in Bonn, das sie 1997 mit der Promotion abschloss, so Buchwald in seiner Laudatio. Zwei Jahre später gründete sie in ihrem Elternhaus "Auf der Donau" das Linzer Atelier "Zeitgenössische Kunst & Kunstwissenschaft". Ausstellungen ihrer eigenen Kunstwerke, Workshops zu Tanz und Bewegungslehre sowie die Organisation viel beachteter Kunstprojekte wie "Der Linzer Kirchenschatz" zur 800-Jahr-Feier der Grundsteinlegung der Martinskirche bilden die drei Säulen von Denise Stegers Arbeit. Darüber hinaus dokumentieren zahlreiche Publikationen zur Linzer Kunst- und Kulturgeschichte, etwa über das "Linzer Missale" von 1434 oder der Katalog zur Ausstellung des Kupferstechers Josef von Keller, eindrucksvoll ihre kunsthistorische Tätigkeit.

"Normalerweise zählt der Prophet im eigene Lande ja nichts", dankte Steger für die Auszeichnung, bevor sie auf die gesamtgesellschaftliche Bedeutung der Kunst einging. "Ich verstehe mich als Vordenkerin, was das Nachdenken keineswegs ausschließt." Dabei wies sie auf das umfangreiche kulturelle Erbe hin, das in Linz ein solides Fundament für ihre Tätigkeit biete.

Abo-Bestellung

Leserfavoriten

Anzeige

Anzeige

Meistgelesen