Windhagen

Windpark Asberg erfährt weiter Gegenwehr

22.03.2013 WINDHAGEN. Mit dem Ersten Beigeordneten der Verbandsgemeinde (VG) Asbach, André Gottschalk, und dem Leiter des Asbacher Bauamtes, Michael Christ, haben die beiden Vertreter der Verwaltung an der jüngsten Sitzung des Windhagener Gemeinderates teilgenommen, die kurz zuvor dem Unkeler VG-Chef Karsten Fehr eine neunseitige Stellungnahme zu dem geplanten Windpark Asberg übergeben hatten.

Darin kritisieren sie: "Diese geplante Errichtung von Windenergieanlagen (WEA) mit einer Narbenhöhe von 141 Metern und einer Gesamthöhe von bis zu 200 Metern stellt einen erheblichen Eingriff in die Natur und das Landschaftsbild der Region dar." Die zu erwartenden Belastungen für die Region und die Bürger der anliegenden Gemeinden seien erheblich.

Nicht nachvollziehbar sei vor allem, dass die Erweiterung des Plangebietes in Richtung der Ortslagen Schweifeld und Rederscheid der Gemeinde Windhagen nicht vor der Planaufstellung zur interkommunalen Abstimmung mitgeteilt worden sei, monieren sie.

"Durch die Vertragsunterzeichnung mit der EVM (Energieversorgung Mittelrhein, Anm. d. Red.) sieht es zwar so aus, als ob schon alles in trockenen Tüchern sei. Dem ist aber nicht so", erklärte Gottschalk. Die Planung befinde sich im ersten Schritt, vor Ende 2014 sei an eine Inbetriebnahme nicht zu denken.

Damit dies nicht eintreffe, sei geplant, einen Anwalt einzubinden. Der Windhagener Gemeinderat und der VG-Rat Asbach haben sich jeweils einstimmig gegen diese Planung ausgesprochen. Ein Grund: Die WEA seien ein Eingriff in das Landschaftsbild, das von den Naturparks Siebengebirge und Rhein-Westerwald geprägt werde.

"Dabei sind die Ortslagen der VG Unkel weitgehend gar nicht betroffen, wohl aber die der VG Linz und Asbach sowie der Stadt Bad Honnef", kritisierte Gottschalk. Entsprechend vehement hatten einige Tage zuvor die Rederscheider und Schweifelder gegen die Gefährdung ihrer Lebensqualität und den sinkenden Wert ihrer Immobilien protestiert.

"Die Gemeinden im Tal können gut ihre schönen Rheinpromenaden loben, wenn sie alles Unschöne wie den Komposthaufen im Garten an die äußerste Ecke zum Nachbarzaun verlagern", so der CDU-Fraktionsvorsitzende Axel Schülzchen. (khd)