Willy-Brandt-Forum in Unkel

Willy Brandt und der Unkeler Rotwein

Sie präsentieren den Willy-Brandt-Wein: Birgit Scheuer, Christoph Charlier (v.l.), Malte Sonnenfeld und Gabriele Pater.

Sie präsentieren den Willy-Brandt-Wein: Birgit Scheuer, Christoph Charlier (v.l.), Malte Sonnenfeld und Gabriele Pater.

UNKEL. Hat Willy Brandt den Unkeler Rotwein geschätzt? Über diese Frage herrscht Uneinigkeit. Das Willy-Brandt-Forum hat nun seinen von Oliver Krupp hergestellten Wein „Ein guter Roter“ vorgestellt, dessen Etikett Brandt ziert.

Hat Willy Brandt den Unkeler Rotwein geschätzt? Der Vorsitzende des Willy-Brandt-Forums (WBF), Christoph Charlier, sagt: Ja. Und widerspricht damit Peter Brandt, der das Gegenteil in einem Buch über seinen prominenten Vater behauptet.

An der Rheinpromenade vor dem Freiligrathaus sagte Charlier, er sehe jetzt noch den ersten SPD-Bundeskanzler vor sich und zwar gemütlich im Gespräch mit Winzer Bruno Krupp in Bruchhausen. Beide sitzen auf dem Sofa und genießen Krupps Dornfelder und Blauen Portugieser.

Grund genug für das WBF, einen Willy-Brandt-Wein von Krupps Sohn Oliver anzubieten. Dessen Flaschen ziert ein Etikett, das der Kölner Künstler Malte Sonnenfeld nach seinem Acrylbild von Willy Brandt mit dem doppeldeutigen Titel „Ein guter Roter“ entworfen hat.

„Ich habe nur das gefüllte Burgunderglas und den Slogan 'Willy wählen' weggelassen“, sagte der Neo-Pop-Art-Künstler, der zurzeit im WBF ausstellt, bei der Weinpräsentation. In dem Zelt „Ein Dach für die Kunst“ zeigte Michael Koslar, so der bürgerliche Name des Künstlers – etwa als Stimme der TV-Sendung „4 Hochzeiten und eine Traumreise“ bekannt – bei „Kunst in Unkeler Höfen“ am vergangenen Wochenende seine Arbeiten.

„Ich bin froh, dass sich das Willy-Brandt-Forum an unseren Kulturtagen beteiligt und sich so einer größeren Besucherschar öffnet“, sagte Jochen Seidel, der mit seiner Frau Ellen seit weit mehr als zehn Jahren die Veranstaltung „Kunst in Unkeler Höfen“ organisiert. Malte Sonnenfelds Kunst spreche wahrscheinlich eher jüngere Besucher der Unkeler Kunsttage an. Durch seine Schau im Zelt könnten diese motiviert werden, sich auch die aktuelle Ausstellung des Kölners namens „Pop-Art trifft Politik(er)“ im Willy-Brandt-Forum anzusehen.

Die Neo-Pop-Art-Arbeiten von Malte Sonnefeld sind im Willy-Bandt-Forum, Willy-Brandt-Platz in Unkel, noch bis Ende September dienstags bis samstags von 10 bis 18 Uhr und sonntags von 11 bis 18 Uhr zu sehen.