Stefan-Andres-Realschule

Vorlesewettbewerb der Zehntklässler gewinnt Eileen Ortwein

Zwölf Zehntklässler der STARS stellten sich dem Lesewettbewerb.

UNKEL. Eileen Ortwein hat den Vorlesewettbewerb der zehnten Klassen der Unkeler Stefan-Andres-Realschule (STARS) plus vor ihrer Mitschülerin Leila Plag gewonnen. Der Wettbewerb fand im Seminarraum des Unkeler Willy-Brandt-Forums statt.

Zwölf Jugendliche hatten sich an dem Lesewettstreit beteiligt, einige von ihnen waren durch eine Erkältung ein wenig gehandicapt. Schließlich vergab die Jury um die Pädagogen Birgit Braun und Marc Witte den ersten Preis an Eileen Ortwein. Die Siegerin im Wettbewerb der Zehntklässler erhielt als Anerkennung eine Armbanduhr und eine Zwei-Euro-Sonderprägung aus Anlass der Unterzeichnung des Elysée-Vertrages vor 50 Jahren. Die jüngeren Vorleser der neunten Klassen wetteiferten in der katholischen Pfarrbücherei um Buchgutscheine. Bei ihnen hatte Fatih Oraci die Nase vorne - vor Edona Sinani und Tim Wienzeck.

Jurymitglied Witte baute zur zusätzlichen Motivation der Vorleser aus Stufe zehn zwölf Schoko-Nikoläuse auf dem Jury-Tisch auf. Die Jugendlichen mussten zunächst einen selbst gewählten Artikel vorlesen, um anschließend einen ihnen unbekannten Text vorzutragen. Anders als geplant handelte es sich dabei nicht um die Inaugurationsrede von John F. Kennedy vom 20. Januar 1961.

"Dem Ort unseres Vorlesewettbewerbs angemessen haben wir die Rede des Altkanzlers und SPD-Ehrenvorsitzenden Willy Brandt vor dem Rathaus Schöneberg in Berlin am 10. November 1989 ausgewählt", sagte Witte. Die Rede Brandts beinhaltet so einige spezielle Schwierigkeiten, wobei vor allem die durch Gedankenstriche hervorgehobenen Einschübe den Lesern erhebliche Schwierigkeiten bereiteten, ebenso wie die enorme Länge mancher Sätze.

"Denkt daran, dass ihr eine Rede wiedergebt", mahnte Witte immer wieder. Neben der Flüssigkeit des Vortrags, der Fehleranzahl sowie Hasplern und einer deutlichen Aussprache wurde dieses Mal besonders Wert darauf gelegt, dass der jeweilige Vortragende, der Begeisterung Willy Brandts entsprechend, emotional aus sich herausging.

Vor allem diesem Kriterium waren die Sieger des diesjährigen Unkeler Vorlesewettbewerbs voll gerecht geworden. Der Geschäftsführer der Stiftung, Rudolf Rupperath, belohnte sie zudem mit süßen "Willy-Bärchen".