Verkehrslenkung

Unkel sammelt Ideen für die autofreie Promenade

Kein unerfüllbarer Traum: Eine Rheinpromenade, die nur den Fußgängern gehört wie hier bei den Gartentagen.

Kein unerfüllbarer Traum: Eine Rheinpromenade, die nur den Fußgängern gehört wie hier bei den Gartentagen.

UNKEL. Bei einer Veranstaltung der Entwicklungsagentur am 25. Juni im Christinenstift können alle Generationen mitreden. Unterdessen sollen auch die Verkehrsprobleme in der Stadtmitte mit einem Konzept gelöst werden.

„Wir gestalten unsere Promenade“: Das Motto der Veranstaltung am Sonntag, 25. Juni, ist zugleich eine Aufforderung. Unkeler aller Generationen sind von der Entwicklungsagentur (EA) Unkel eingeladen, ihre Ideen für eine autofreie Rheinpromenade abzugeben. Beginn ist um 11 Uhr im Garten des Christinenstifts.

Zur Erinnerung: Seit dem Workshop Ende Juni 2016 zum Bund-Länder-Förderprogramm „Historische Stadtbereiche – Städtebaulicher Denkmalschutz“ kümmert sich eine Arbeitsgruppe der EA um dieses Thema, das damals noch ganz oben auf der Liste der Projekte im Integrierten Stadtentwicklungskonzept (Isek) stand. Zwar sei zwischenzeitlich die Gestaltung des Bahnhofvorplatzes in den Fokus gerückt, so der stellvertretende EA-Vorsitzende, Daniel Schmitz. Doch am 25. Juni soll die Rheinseite Unkels wieder Mittelpunkt sein. „Alle Familien sind bei der von Vera Peters moderierten Veranstaltung gefragt, welche Ansprüche sie an die Promenade stellen“, so der Architekt in der jüngsten Hauptausschusssitzung.

Für die Innenstadt gehen die Wünsche weit auseinander

Dem Gremium war auch der Abschlussbericht des Projektteams „Autoverkehr in der Stadtmitte“ vorgelegt worden. Neben Verkehrszählung und Geschwindigkeitsmessung war eine Meinungsumfrage ausgewertet worden. In der Innenstadt seien mit Bewohnern, Gewerbetreibenden und Freiberuflern sowie Besuchern mehrere Interessengruppen vertreten, die die Verkehrssituation unterschiedlich bewerteten, betonte der EA-Vorsitzende Rex Stephenson. Vom Vorschlag für ein generelles Fahrverbot in der Fußgängerzone vom Neven-Dumont-Platz bis zur Einmündung der Frankfurter Straße in die Linzer Straße über die Bedingung der Erreichbarkeit von Geschäften und Ärzten bis zu dem Hinweis, dass Kinder besser im Henkel-Park spielen sollten, reichte die Palette.

„Eigentlich würde es reichen, wenn die bestehende Beschränkung des Lieferverkehrs auf den Vormittag eingehalten würde, meinte Teammitglied Hubert Groß. Dann wäre auch das unerlaubte Parken auf dem Willy-Brandt-Platz weitgehend ausgeschlossen. Eine Lösung könnte die erneute Installation eines Pollers in Höhe der „Löwenburg“ von mittags an sein. Damit wäre aber nur der südliche Teil der Frankfurter Straße gesperrt, und das auch nur für Autos. Mopedfahrer, die die Innenstadt nachts zur Rennstrecke machten, hielte der Poller nicht ab. Auch Blumenkübel könnten als Tempo- und Lärmbremsen wirken, ergänzte Groß.

Blumenpyramiden verhindern illegales Parken

Eine Fahrbahnverengung, die zum langsameren Fahren zwingt, gibt es seit einigen Tagen an der Frankfurter Straße. Auf Initiative von Stadtbürgermeister Gerhard Hausen ist der früher verbotenerweise zum Parken genutzte Freiraum gegenüber dem historischen Stadtweinberg mit Blumenpyramiden abgesperrt worden.

Vorschläge zur Lösung der Probleme mit Verkehrsführung, falschem Parken und zu schnellem Fahren seien gemacht, nun müssten die Ratsmitglieder in Kooperation mit der Unkeler Verwaltung, die für den ruhenden Verkehr zuständig ist, und der Polizei ein Verkehrskonzept entwickeln, mit dem möglichst viele Bürger leben können, sagte Stephenson.