Stadtrat regelt erstmals Ort von Wahlwerbung

Keine Wahlplakate im Ortskern

Unkel. Die Stadt Unkel hat erstmals verbindlich geregelt, wann und wo Wahlplakate im Vorfeld der Kommunalwahl im Mai angebracht werden dürfen. Demnach einigte sich der Stadtrat in seiner Sitzung am Dienstag darauf, dass der historische Stadtkern frei von Wahlwerbung bleiben wird.

Anlass für die Einigung ist unter anderem die Neuauflage der Gartentage, die am Wahlwochenende (24./25. Mai) viele Besucher in die Ortsmitte ziehen werden.

Im Vorfeld der Sitzung gingen die Ratsmitglieder in den Keller des Rathauses - zur Besichtigung des Luftschutzkellers. Rudolf Vollmer, der ehemalige Stadtarchivar, plädierte dafür, diesen unter Denkmalschutz zu stellen.

Der Stadtrat folgte dem Wunsch einstimmig und erklärte den Luftschutzkeller zum "Mahnmal gegen das Vergessen". Dieser diente in der Zeit von 1939 bis 1945 als Schutz vor Luftangriffen. Darüber hinaus beschloss der Rat, auch den Myriameterstein, einen kubischen Sandsteinblock am Rheinufer, unter Denkmalschutz zu stellen.

Einem Antrag der CDU-Fraktion, ab sofort eine Naturbeisetzung in Unkel zu erlauben, stimmte der Stadtrat ebenfalls zu. Bis zur geplanten Neufassung der Friedhofssatzung sollen UrnenbaumGrabstätten ermöglicht werden. Damit reagierte die Stadt auf Fälle, in denen die gewünschte Baumbeisetzung Unkeler Bürger auswärts erfolgen musste.