Ehrenplatz für Oellers-Skulptur

"Jakobsleiter" des Linzer Bildhauers ziert das Stadtarchiv

Mit einem Gabelstapler bringen Maria Oellers (r.) und ein Bauhofmitarbeiter die Skulptur an ihren Platz über dem Archiv-Eingang.

Mit einem Gabelstapler bringen Maria Oellers (r.) und ein Bauhofmitarbeiter die Skulptur an ihren Platz über dem Archiv-Eingang.

LINZ. Künstler-Maria Oellers half persönlich mit: Von einem Gabelstapler aus hievte sie mit einem Bauhofmitarbeiter das Werk an seinen neuen Platz, eine Nische an der ehemaligen Servitessenkirche.

Die Skulptur „Jakobsleiter“ ziert jetzt eine Wandnische der ehemaligen Servitessenkirche, dem Domizil des Stadtarchivs: So würdigt Linz den Bildhauer Günther Oellers, der bis zu seinem Tod 2011 Spiritus Rector des Linzer Kunstvereins war.

Seine Tochter Maria Oellers legte nun mit Hand an, um das Kunstwerk zu platzieren. Stadtbürgermeister Hans-Georg Faust, Stadtarchivarin Andrea Rönz, Citymanagerin Karin Wessel und etliche Bürger beobachteten, wie die Säule per Hublifter an ihren neuen Platz gehievt wurde.

Die Skulptur stammt aus dem Atelier des Ehepaars Günther Oellers und Edith Oellers-Teuber in der Alten Ziegelei in Linz, das im Sommer 2017 aufgelöst wurde. Acht Arbeiten überließen die Kinder des Bildhauers, Edith, Maria und Adam Oellers, der Stadt, darunter das Mahnmal im Stadtpark „Das Große Massaker“.

Die übrigen insgesamt mehr als 100 Tonnen schweren Objekte wurden nach Bornheim in ein Lager gebracht. Von dort ist nun die „Jakobsleiter“, eine Travertin-Skulptur, nach Linz zurückgekehrt. Eine Engelsstatue, die ebenfalls für die Wandnische infrage gekommen wäre, sei leider etwas zu klein, berichtete Faust.

Außerdem passe das alttestamentarische Thema der Säule hervorragend zum Standort am Dr.-Sigmund-Wolf-Platz. Dieser soll zur Gedenkstätte an die jüdischen Mitbürger gestaltet werden, die wie der namengebende Arzt Opfer des nationalsozialistischen Regimes wurden.