Ausgleichmaßnahme in Windhagen

Fichten gefällt: Köhlershohn ohne Schutz

Anwohner von Windhagen-Köhlershohn klagen über den gestiegenen Lärm durch die Verkehrstrassen.

Anwohner von Windhagen-Köhlershohn klagen über den gestiegenen Lärm durch die Verkehrstrassen.

Windhagen. Die Anwohner von der ICE-Trasse und der A3 leiden unter Lärm. Seit ein Fichtenwäldchen für die Nachpflanzung von Laubbäumen weichen musste, ist die Belastung gestiegen.

Anwohner des Windhagener Ortsteiles Köhlershohn hoffen auf politische Unterstützung: Im Zuge von Ausgleichsmaßnahmen für den Gewerbepark Dachsberg an der Kommunalgrenze der Gemeinde Windhagen und der Stadt Bad Honnef sei ein Fichtenwald gerodet worden, der im Zuge des Ausgleichs mit Laubbäumen aufgeforstet werden solle. Problem: Bei der Rodung sei auch der bisherige Lärm- und Lichtschutz der Motorsäge zum Opfer gefallen. Der Lärm der ICE-Trasse, der Autobahn 3 und des Gewerbegebietes dringe nun ungehindert nach Köhlershohn, beklagen die Anwohner, die sich darum hilfesuchend an den Ortsgemeinderat gewendet haben.

SPD und Grüne stellen Antrag

SPD und Grüne im Ortsgemeinderat Windhagen haben daraufhin gemeinsam beantragt, die Verwaltung solle prüfen, welche Möglichkeiten auf welcher Rechtsgrundlage es gibt, um Abhilfe zu schaffen. Gegebenenfalls solle ein Gutachten erstellt werden. Sollten weder die Bahn noch Bund, Land oder Stadt Bad Honnef die Kosten übernehmen, solle die Gemeinde im Sinne der Anwohner von Köhlershohn in Vorlage treten.

Die Anwohner befürchten, die vorgesehene Neuanpflanzung mildere die Belastungen nicht ab, da sich eine Schutzwirkung, wenn überhaupt, erst nach Jahrzehnten entfalten würde. Angesichts der von den Anwohnern erhobenen Messdaten schloss SPD-Vorsitzender Thomas Stumpf, die Angelegenheit bedürfe mindestens einer belastbaren Lärmschutzprüfung. Nach Rücksprache mit seiner Fraktion und Bündnis 90/Die Grünen stellten deren Ratsmitglied Roland Kohler und er den Antrag für die nächste Ratssitzung.