Wahllinzer Helmut Platz

Für den guten Zweck über die Alpen

Aufbruch unter Beifall: Vor dem Historischen Rathaus wurde Friseurmeister Helmut Platz von Freunden verabschiedet. FOTO: FRANK HOMANN

Aufbruch unter Beifall: Vor dem Historischen Rathaus wurde Friseurmeister Helmut Platz von Freunden verabschiedet.

LINZ. Der wohl leidenschaftlichste Radfahrer von Linz am Rhein frönt seit Anfang der Woche wieder ausgiebig seinem Hobby. Am Montagvormittag startete Helmut Platz vom Marktplatz am Historischen Rathaus zu seiner fünften Benefiz-Radtour, die ihn über die Alpen bis nach Bozen führt - allerdings nicht auf direktem Weg.

Über die Landeshauptstadt Mainz und die österreichische Partnerstadt Linz/Donau geht es weiter nach Wien und dann quer über die Alpen in die Landeshauptstadt von Südtirol.

"Mir ist es wichtig, in unserer Region Hilfe zu leisten", so der Wahllinzer, der sich auch schon in der Vergangenheit tatkräftig etwa für die Aidshilfe eingesetzt hat. Dieses Mal profitieren zu je 50 Prozent die Linzer Tafel und der Leubsdorfer Verein "Nachbarn in Not" von seiner vierwöchigen Aktion.

"Ich habe in der Zeitung gelesen, wie die Nachbarschaftshilfe um Marianne Runkel einem achtjährigen Mädchen geholfen hat und da stand für mich fest, diesen Verein zusammen mit der Linzer Tafel ins Boot zu holen", berichtete der 57-jährige Friseurmeister, der in Bonn arbeitet und seit zwei Jahren an der Asbacher Straße Nachbar des Linzer Urgesteins Willy Schmitz ist.

"Das ist schon ziemlich gewagt, was der Helmut da macht, so ganz ohne Begleitfahrzeug. Ich habe ihn gebeten, sich wenigsten alle zwei Tage bei mir zu melden", sagte Schmitz. Immerhin geht es über den 2059 Meter hohen Staller Sattel und über die 2504 Meter hohe Großglockner-Gebirgsstraße mit 38 Kehren auf 48 Kilometern.

"Ich habe natürlich ausgiebig trainiert"

Was da auf ihn zukommt, weiß Platz schon. "Ich habe natürlich in der Eifel und im Westerwald ausgiebig trainiert. Aber ich werde mich schon sehr anstrengen müssen. Wenn ich nach rund 2000 Kilometern in Bozen ankomme, werde ich vielleicht gar nicht mehr laufen, sondern nur noch die Beine hochlegen können", schätzte der Charity-Radler.

Eigentlich habe er in seinen beiden Satteltaschen nur zehn Kilogramm Gepäck mitnehmen wollen. Durch das Kartenmaterial sei das Gewicht aber doch höher geworden, so Platz.

Nicht nur das: Der Erste Stadtbeigeordnete Thomas Balasus gab ihm für seinen Kollegen in der Partnerstadt auch noch die offizielle Linz-Fahne mit sowie eine DVD von der "Bunten Stadt am Rhein".

"Sie werden etliche Höhenmeter überwinden müssen und das für einen guten Zweck", gab er dem Radler mit auf den Weg. Platz wird schon von 100 Bürgern mit einem Cent pro gefahrenem Kilometer unterstützt.

Bürger, die sich anschließen wollen, finden ab sofort in vielen Geschäften Spendenformulare.

Info

Auch unter www.helmutplatz.wordpress.com sowie unter netheaven.ch/helmut_platz_charitity gibt es Downloadformulare und Informationen über den täglichen Aufenthalt während der Tour.