Willy-Brandt-Forum

Burkhard Mohr übergibt seine Karikatur

Im Willy-Brandt-Forum: Rudolf Rupperath (v. links), Burkhard Mohr, Klaus-Henning Rosen und Rudolf Barth.

UNKEL. Hochbetrieb herrschte am Samstag im Willy-Brandt-Forum (WBF) am gleichnamigen Platz in der Unkeler Innenstadt. Zunächst besuchte Michelle Müntefering, die Frau des Vizekanzlers und Bundesministers für Arbeit und Soziales 2005 bis 2007 im ersten Kabinett von Angela Merkel, Franz Müntefering, am frühen Vormittag die Ausstellung.

Während der derzeitige Abgeordnete des Deutschen Bundestages bereits im September des Vorjahres mitgeteilt hatte, dass er bei der Bundestagswahl im September nicht mehr kandidieren würde, ist die Frau des 73-Jährigen Bundestagskandidatin der Herner Sozialdemokraten. Mit einer Gruppe dieses SPD-Unterbezirks war sie nach Unkel gekommen, um sich von dem Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates der Bürgerstiftung Unkel WBF, dem Historiker Bernd Faulenbach, die Ausstellungskonzeption erläutern zu lassen.

"Wir erwarten gleich auch noch den Karikaturist Burkhard Mohr, dessen Arbeiten seit Ende Mai hier im Willy-Brandt-Forum gezeigt werden. Seine Zeichnungen sind auf eine große Resonanz gestoßen und haben zahlreiche Besucher nach Unkel gelockt", freute sich Rudolf Rupperath, der WBF-Geschäftsführer. Bei der Vernissage hatte der Königswinterer sich im Gästebuch des Forums mit einer Brandt-Zeichnung verewigt, die inzwischen als Postkarte vor Ort für 90 Cent gekauft werden kann.

Am Wochenende überreichte Mohr nun den beiden Vorsitzenden der Bürgerstiftung, Klaus-Henning Rosen und Rudolf Barth eine eigens von ihm für das Museum geschaffene Karikatur von Willy Brandt. Diese zeigt den große Sozialdemokraten als gewissenhaften und treusorgenden Polit-Gärtner, der liebevoll die rote SPD-Rose aus einer Gießkanne mit Wasser versorgt.

"Auch diese Karikatur, deren Rosen-Motiv Sie schon 1991 bei der Zeichnung zur Sozialistischen Internationalen verwendet haben, kann man künftig im Museum nicht nur bewundern, sondern für 90 Cent als Postkarte erwerben", so Rosen, bevor er den Kamener Bürgermeister Hermann Hupe begrüßte, der ebenfalls mit einer Gruppe aus der Unkeler Partnerstadt das WBF besuchte.