Windpark in Unkel

Asbacher FDP will keine Verspargelung

So ähnlich soll er aussehen: Der Windpark Asberg wird, je nach Größe, Strom für bis zu 1650 Haushalte liefern.

25.03.2013 SIEBENGEBIRGE. Der Vorstand des FDP-Amtsverbandes Asbach hat sich nach einer regen Diskussion einstimmig gegen die Unkeler Windparkpläne ausgesprochen. Das Plangebiet liegt inmitten der Kernzone des Naturparks Rhein-Westerwald und eines wichtigen Fauna-Flora-Habitat-Schutzgebietes.

Beim vorgesehenen Plangebiet handele es sich um einen wichtigen Naherholungsraum für die Linzer Höhe und die benachbarten Rheinorte, führte der Vorsitzende des Amtsverbandes, Wolfgang Ginter, aus. Dieser Naturraum steht auch in enger Verbindung zum Siebengebirge und ist deshalb auch für den Bad Honnefer/Bonner Raum für Erholungssuchende von großer Bedeutung.

Unzumutbar sei der geplante Windpark vor allem für die Schweifelder und Rederscheider Bürger, die in Nähe der Windräder wohnen und durch Infraschall und Schattenwurf in ihrem Leben beeinträchtigt würden. Die Entscheidung, wo Windräder errichtet werden, sollte nicht gegen die Bürger gefällt werden, sondern gemeinsam.

Die Liberalen haben "großes Verständnis für die Verunsicherung und Nöte der betroffenen Bürger" und unterstützen sie gegen den geplanten Windpark. Auch der FDP-Amtsverband Asbach ist für die Energiewende, aber nicht um jeden Preis.

Da Infraschall, Schattenwurf und Sonnenspiegelungen sehr unangenehme Begleiterscheinungen bei Windrädern sind, sollte eine Planung erfolgen - bevorzugt im Autobahnbereich - wie bereits von der Landes-FDP vorgestellt, um einerseits kostbare Naturgebiete zu schonen und zu erhalten und andererseits der Gesundheit und dem Wohlbefinden der Bürger Rechnung zu tragen. Die Naturräume am Asberg, Malberg und Rothe Kreuz seien einzigartige Landschaften und sollten nicht durch Verspargelung verschandelt werden.