Volkswanderung in Unkel

600 Teilnehmer erwandern den Dreisprung

Herrliche Ausblicke in die Landschaft eröffnen sich den Wanderern beim Unkeler Dreisprung.

Herrliche Ausblicke in die Landschaft eröffnen sich den Wanderern beim Unkeler Dreisprung.

UNKEL. Der Verein Touristik & Gewerbe und der Bürgerverein luden zum 17. Mal zu ihrer Wanderung "Unkeler Dreisprung" unter dem Motto Rhein-Wein-Wandern ein. Bei optimalem Wanderwetter gingen die Teilnehmer bereits am frühen Morgen auf die Strecke.

Wanderer aller Altersklassen folgten am Sonntag der Einladung des Unkeler Vereins „Touristik & Gewerbe“ (T & G) und des Bürgervereins zum 17. Unkeler Dreisprung. Bei perfektem Wanderwetter machten sich die ersten Teilnehmer schon am frühen Morgen auf den Weg, die schöne Region südlich des Siebengebirges zu erwandern und die herrlichen Ausblicke auf den Rhein zu genießen.

„Unser Wanderwart hat wieder drei unterschiedlich lange Strecken ausgearbeitet“, so Ulrike Kessel, T & G-Vortsitzende. Start war jeweils an der Sonnenberg-Grundschule, unter dem Motto Rhein-Wein-Wandern ging es über die verschiedenen Strecken zur Grillhütte am Gerhardswinkel. Mit ihrer Kollegin Käthemarie Hommerich vom Bürgerverein, der die Bewirtung am Ziel übernahm, kümmerte sie sich gegen 11 Uhr sogar schon um die ersten „Einkehrer“. Um diese Zeit konnten Hilla und Svenja Welsch den Start-Stand an der Schule natürlich wieder einpacken.

„Gut 600 Wanderer haben sich an diesem herrlichen Altweibersommertag auf eine der drei Strecken gemacht. Aber uns geht es gar nicht darum, irgendeinen Teilnehmerrekord zu brechen. 1000 Dreispringer würden unsere Kapazitäten ohnehin überfordern“, so Kessel. Außerdem sei es auch für den Wald nicht gerade förderlich, solche Menschenmassen auf einmal auf ihn „loszulassen“, ergänzte sie.

Ganz entspannt hatten sich da längst die Kurzstreckler auf die 8,5 Kilometer lange Route gemacht. Die führte nach Überquerung der B 42 hinter dem Wasserfall in der „Unkeler Schweiz“ das Hähnerbachtal hinauf Richtung Bruchhausen. Dann ging es weiter entlang der Landstraße, um schließlich zwischen dem „Pfuhl“ und dem Severinsberg nach Orsberg einzuschwenken. Anstatt wie die Wanderer der beiden anderen Strecken die Erpeler Ley anzustreben, durchquerten die Kurzstreckler den Erpeler Höhenortsteil im Osten. Noch vor dem Stux-Weinberg ging es dann hinab zur Burg Vilszelt, von der aus das Ziel schon zu sehen war.

„Der Aufstieg von Scheuren bis nach Hohenunkel war schon ganz schön schweißtreibend, obwohl wir so früh gestartet sind und es da noch gar nicht warm war. Aber dann ging es ja locker am Haanhof und dem Marienberg vorbei hier her zur Laurentiushütte“, erklärte ein Wanderer an der ersten Kontrollstation. Nur wer sich von dieser aufmachte, vorbei am Eischeider Kopf bis zum „Auge Gottes“ zu wandern und sich dort seine Startkarte abstempeln ließ, hatte berechtigte Aussichten, am Ziel nach 22,5 Kilometern die goldene Dreisprung-Medaille in Empfang nehmen zu können. Dafür mussten die Langstreckler südlich am „Birkig“ vorbei fast wieder bis zur Laurentiushütte wandern, wo sie auf die Mittelstreckler trafen, die sich diese 5,5, Kilometer lange Route „geschenkt“ hatten.

„Wir stempeln dieses Jahr nicht, wir laufen nur so mit“, erklärte Teilnehmer Ulrich Gerlach dem ersten Kontrollteam um Gudrun Küpper und Engelbert Wallek. Das hatte kurz nach 11.30 Uhr allerdings auch schon 270 Medaillen-Wanderer registriert. Eine Stunde später war zwar nicht ihr Vorrat an Getränken, wohl aber der an Trinkbechern erschöpft. Das konnte der stellvertretenden T&G-Vorsitzenden Margit Hombeck und Siegfried Werner auf der Erpeler Ley nicht passieren. Gemeinsam mit den Anwärtern auf eine Silbermedaille waren die Langstreckler nach dem Zusammentreffen das Kasbachtal hinabgewandert, bis sie am „Pfuhl“ auf die Kurzstrecke stießen. Diese verließen beide aber noch vor Orsberg, um vorbei an der Fuchshüll eben die dritte Kontrollstation am Kreuz auf dem Basaltplateau anzustreben.

Die Wanderer wurden für diesen Abstecher mit einem grandiosen Ausblick entschädigt – ein guter Grund auch für eine Verschnaufpause. Die „sparte“ sich Michael Maihöfer. „Ich befürchte, dass ich nicht mehr hochkomme, wenn ich mich jetzt hinsetze“, so der Rheinbreitbacher auf dem Weg Richtung Grillhütte, wo Stadtbürgermeister Gerhard Hausen und Burgundia Lara I. die Teilnehmer in Empfang nahmen.