Adventskonzert

Silberjubiläum der Turmbläser

Sinzig.  Seit 25 Jahren tritt das Ensemble von Stephan Pauly zu Weihnachten in Sankt Peter auf.
Seit nunmehr 25 Jahren konzertieren die Sinziger Turmbläser zu Weihnachten in Sankt Peter. Foto: Gausmann

Dieses Konzert mit langer Tradition haben nicht nur viele Sinziger fest in ihrem weihnachtlichen Terminkalender. Seit nunmehr 25 Jahren laden die Sinziger Turmbläser am zweiten Weihnachtstag um 19.30 Uhr zum Weihnachtskonzert in Sankt Peter ein. Wobei sich die Turmbläser als "Blechblasensemble für Alte Musik" verstehen. Und das seit 1987. Seitdem hat sich viel geändert. "Die Kirche füllt sich von Jahr zu Jahr stärker, und selbst bei schlechter Witterung spielen wir vor vollen Bänken", sagt der Leiter des Ensembles, Stephan Pauly. "Programm und Ausführende haben sich über den langen Zeitraum deutlich entwickelt."

Es war der mittlerweile verstorbene Pfarrer Heribert Kraus, der nach dem Erfolg des ersten Konzerts die damals noch sehr jungen Musiker dazu ermunterte, "auch zum kommenden Weihnachtsfest 1988 die Gemeinde erneut mit festlicher Musik zu erfreuen". Diesem Wunsch kamen die Musiker gerne nach, und in den folgenden Jahren entwickelte sich aus dem Turmblasen am Heiligen Abend dann eine Konzertreihe.

Pauly erinnert sich auch 25 Jahre danach gerne an das Ende des ersten Konzerts: "Am Schluss pflückte Pfarrer Kraus aus reiner Begeisterung unter dem Beifall der rund 300 Zuhörer sämtliche Blumen aus allen in der Kirche befindlichen Vasen, um sie gerührt an die Mitwirkenden zu verteilen." Auf einen interessanten Musikabend können sich die Zuhörer diesmal allein wegen der ganz besonderen Form der Programmgestaltung freuen: Jeder Musiker suchte sich auf Vorschlag Paulys sein Lieblingswerk aus den Programmen des vergangenen Vierteljahrhunderts aus. Was da von den acht Blechbläsern wirkungsvoll in Klang und Szene gesetzt wird, wollten die Musiker aber noch nicht verraten. Nur so viel ließen sie durchblicken: "Das Programm umfasst eine zeitliche Spanne von der Renaissance (Giovanni Gabrieli), das Barockzeitalter (Bach und Händel), über die Romantik (Mendelssohn-Bartholdy) bis hin zum 20. Jahrhundert (Warlock und Anderson) mit großen festlichen und feierlichen Werken."

Für eine Atempause der Blechbläser sorgt wieder der Bonner Organist Michael Schmitz. Zur Tradition des Konzerts gehören auch die Auftritte der Sopranistin Kerstin Hövel. Nur im Vorjahr fehlte sie wegen einer Konzertreise nach China. Sie will das Konzert in der zunächst abgedunkelten Kirche andachtsvoll ohne jede Begleitung mit "Stille Nacht" einleiten. lz

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