Überfall auf Sinziger Juwelier

Remagener Polizei verhaftet zwei tatverdächtige Männer

SINZIG.  Dienstagabend, 17.50 Uhr: Der Inhaber eines Fachgeschäftes für Schmuck, Uhren und Optik an der Koblenzerstraße in Sinzig hatte sich schon auf Feierabend eingestellt. Daraus wurde nichts. Nur Minuten später wurde der 46-jährige Juwelier Opfer eines bewaffneten Raubüberfalls.
Das Juweliergeschäft an der Koblenzerstraße in Sinzig ist am Dienstagabend überfallen worden. Foto: Martin Gausmann

Was passierte, schilderte am Mittwoch der Remagener Polizeihauptkommissar Hans Joachim Odenthal: "Nach derzeitigem Ermittlungsstand betraten zwei vermummte junge Männer, unbeeindruckt von der Tatsache, dass sich auch noch Kunden in dem Juweliergeschäft befanden, das Ladenlokal und forderten den Besitzer auf, den in einem rückwärtigen Raum befindlichen Tresor zu öffnen. Um der Forderung Nachdruck zu verleihen, wurde der Juwelier mit einer Pistole und einem Elektroschocker bedroht."

Der Geschäftsinhaber zeigte sich jedoch seinerseits ziemlich unbeeindruckt von der Drohung der jungen Leute und weigerte sich vehement, den Safe zu öffnen. Odenthal: "Daraufhin kam es zu einem Gerangel zwischen dem Juwelier und zumindest einem der Räuber."

Dabei wurde gegenüber dem Juwelier der Elektroschocker eingesetzt, auch erhielt der 46-Jährige einen Schlag mit der Pistole, die sich im Nachhinein als Spielzeugwaffe entpuppte, auf den Kopf. Den beiden Täter wurde durch das Handgemenge jedoch das Scheitern ihres Überfalls klar, und sie verließen daraufhin das Juweliergeschäft ohne Beute.

Mit dem Tempo der folgenden Polizeiaktion hatten sie dann aber nicht gerechnet. Aufgrund eines Hinweises gelang es der Polizei, das Duo noch am Abend festzunehmen. Odenthal: "Die beiden 23- und 20-jährigen Tatverdächtige hielten sich in einem Wohnhaus in Sinzig verborgen. Das wurde nach richterlicher Anordnung zwangsweise geöffnet und durchsucht." Dann klickten die Handschellen.

Bei der Durchsuchung der Wohnung konnten laut Aussage der Polizei weitere Hinweise erlangt werden, die den Tatverdacht gegen die Beschuldigten noch erhärteten. Beide Tatverdächtige, die der Polizei nach Auskunft Odenthals hinreichend bekannt sind, wurden vorläufig festgenommen und gestern dem Haftrichter in Koblenz vorgeführt, der Untersuchungshaft anordnete.

Der 46-jährige Juwelier musste wegen seiner Verletzung im Krankenhaus Maria Stern verarztet werden. Er konnte dieses jedoch nach ambulanter Behandlung wieder verlassen.

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