Der längste Markt am Rhein: Remagen, Sinzig und Bad Breisig locken Tausende von Gästen an | GA-Bonn

Der längste Markt am Rhein

Remagen, Sinzig und Bad Breisig locken Tausende von Gästen an

Remagen/Sinzig/Bad Breisig.  Mit dem großen Mittelaltermarkt rund um das Rathaus, dem romantischen Hüttendorf, dem urigen Adventsmarkt und dem Kunstmarkt lud der Remagener Nikolausmarkt zum Bummeln, Stöbern, Schlemmen und Genießen ein.
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Im Schein von Sankt Peter genießen die Besucher des Sinziger Weihnachtsmarktes die abendliche Atmosphäre.
												Foto: Martin Gausmann

Im Schein von Sankt Peter genießen die Besucher des Sinziger Weihnachtsmarktes die abendliche Atmosphäre. Foto: Martin Gausmann

Hingucker war die auf Stroh gebettete Welt des Mittelalters, für die der Verein "Wir helfen" wieder allerlei fahrendes Volk in die Römerstadt gelotst hatte. Schon beim Zuschauen mochte man mit den Zähnen klappern. Denn bei klirrenden Temperaturen harrte "Zuberkönig Mariö" stundenlang in seinem mit 32 Grad warmen Wasser gefüllten Badefass aus.

Die "Sinziger Weihnachtslichter" verbreiteten in der Barbarossastadt wieder leuchteten Adventszauber. Allen voran der prachtvolle, mit endlos langen Lichterketten bestückte, Weihnachtsbaum am Marktplatz, der, gemeinsam mit dem "Aktiv-Zelt" der Interessengemeinschaft, das stimmungsvolle Entree ins weihnachtliche Sinzig bildete.

Durch die mit Tannenbäumen geschmückte Bachovenstraße führte der Weg zum Hüttendorf auf dem Kirchplatz. Neben einer erklecklichen Auswahl an Accessoires, sorgten insbesondere die Vereine für Sinnesfreuden. So backte die Awo fleißig Reibekuchen, die SG Westum-Löhndorf lockte mit einem Kuchenbüfett und die Sebastianus-Schützen boten "Kibbeling" (Backfisch) an.

Eine Augenweide waren nicht zuletzt die Spieluhren, die der Dürener Hans Plaun mitgebracht hatte. Auch Europas größte Modell-Dampflokeisenbahn drehte im Schatten von Sankt Peter ihre Runden.

Im wahrsten Wortsinne "märchenhaft" ging es auf dem Markt in Bad Breisig zu. Rund 20 liebevoll geschmückte Holzhäuschen entfachten einen kleinen, aber feinen Budenzauber rund um die Marien-Pfarrkirche. Nicht nur schmückendes Beiwerk waren die zehn dreidimensional gestalteten Märchenwände, die mit Szenen aus Hänsel und Gretel, Aschenputtel und Rotkäppchen alle Besucher begeisterten.

Ein echter Blickfang war das Karussell von Christian Meinig. Das Besondere daran: Der 57-jährige Bonner hat es komplett selbst gebaut. Alles begann damit, dass der Schreiner seiner Tochter zum zweiten Geburtstag ein Holzkarussell baute.

Das ist inzwischen 27 Jahre her. Neben Händlern hatten auch die Parteien und verschiedene Vereine wieder Hütten bezogen, um Glühwein, Punsch oder heiße Schokolade auszuschenken. Auf der Bühne unterhielten der Kindergarten, die Lindenschule, die Mundartgruppe "Streuobst" und die Band "uptodate".

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