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Aus der Mühle in Malibu ins Schloss am Rhein
Von Günther Schmitt
Remagen. Thomas Gottschalk hüllt sich zwar nach wie vor in Schweigen - Doch es wird immer wahrscheinlicher, dass der Showmaster bald auf Marienfels residiert.
Es tut sich was hoch über Remagen - genauer gesagt auf Schloss Marienfels. Denn es könnte einen neuen Schlossherrn geben. Schon vor Wochen hatte Thomas Gottschalk als mutmaßlicher Kaufinteressent für Schlagzeilen gesorgt ( der GA berichtete). Sein Büro in München hatte sich aber in Schweigen gehüllt.
Der Showmaster schweigt zwar immer noch, doch dafür hat sich Burgenkönig Herbert Hillebrand, dem Marienfels gehört, geräuspert. Das weiß Bürgermeister Herbert Georgi. Er erklärte am Dienstag auf Anfrage, dass sich ein Eigentumswechsel andeute. Zwar fällt offiziell kein Name, doch die Hoffnung, dass der Entertainer seinen Familiensitz von Malibu an den Rhein verlegt, keimt. Denn es wäre nicht nachvollziehbar, wenn sich Hillebrand einerseits zu dem Sachstand des Verkaufes (rund drei Millionen Euro stehen als Preis im Raum) positiv äußern würde, andererseits dadurch andere Kaufinteressenten abschrecken würde.
Fest steht auch eins: Das Verkaufsangebot des Schlosses, bis dato im Internet zu lesen, ist aus dem Netz genommen worden. Neben dem Bild von Marienfels steht "verkauft". Und wie am Dienstag einer Rundfunkmeldung zu entnehmen war, hat sich Gottschalk für ein Schloss entschieden. Für welches, habe er nicht sagen wollen. Die Signale für Remagen stehen folglich nicht schlecht.
Seit nunmehr elf Jahren wohnt Gottschalk mit Ehefrau Thea und den beiden Söhnen in einer umgebauten Mühle im kalifornischen Prominenten-Ort Malibu. Thea, so konnte man Anfang Oktober der "Bild am Sonntag" entnehmen, kämpft mehr und mehr über Heimweh: "Thea sehnt sich nach der deutschen Sprache und Kultur", so Gottschalk damals.
Schloss Marienfels ist ein Schmuckstück: Das historische Gebäude ist knapp 150 Jahre alt, thront auf einer Klippe über dem Rhein, bietet rund 800 Quadratmeter Wohnfläche und ein zehn Hektar großes Grundstück. Herbert Hillebrand hatte Schloss Marienfels 1989 für eines seiner Kinder gekauft. In den 90er Jahren diente es als Botschaft von Kasachstan.
Als Hillebrands Firma in Schieflage gereit, wurde das Schloss neben anderen Objekten des Burgensammlers vergangenes Jahr für vier Millionen Euro zum Kauf angeboten. Gottschalk hatte sich das Gebäude gemeinsam mit seinem Freund, dem früheren Playboy Gunter Sachs, angeschaut. "Es ist richtig, das ich mich am Rhein umgeschaut habe. Aber es ist noch nichts unterschrieben. Das letzte Wort hat Thea", sagte Gottschalk.
Artikel vom 16.11.2004
Kreis Ahrweiler
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