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Lantershofener Kleinkunstbühne
Klaus Lage begeisterte im ausverkauften Saal
wbe
LANTERSHOFEN. "Jetzt kommt mein bekanntester Song", meinte der Deutschrocker und Liedermacher Klaus Lage mit ruhiger Stimme, und alle Zuhörer im Publikum wussten, welcher Ohrwurm gemeint war. Lage war auf der Lantershofener Kleinkunstbühne zu Gast, alleine und nur mit einigen Gitarren begeisterte er knapp 300 Gäste im ausverkauften Saal.
Klaus Lage auf der Bühne in Lantershofen. Foto: Martin Gausmann
Den mittlerweile 62-jährigen aber nur auf seinen Hit "1000 und 1 Nacht (Zoom)" zu beschränken, wäre falsch. Klaus Lage hat in seinem langen Bühnenleben eine Vielzahl mehr oder weniger bekannter Texte und Melodien verfasst. Und über dieses Leben berichtete er in seinem Soloprogramm "Zeitreisen", mit dem der im niedersächsischen Soltau geborene Musiker derzeit durch Deutschland tourt.
Der Umstand, dass ihn die Reise nach Auftritten in Frankfurt und Idstein auch ins kleine Lantershofen führte, freute nicht nur die dortigen Betreiber der Kleinkunstbühne. Aus bis zu 100 Kilometern Entfernung reisten die Lage-Fans an, um sich diesen stimmungsvollen Abend nicht entgehen zu lassen.
Dass es bei dieser Tournee Sitz- statt Stehplätze gab, war dabei nicht jedem recht, einige platzierten sich lieber stehend am Tresen, um Klaus Lages Geschichten und Lieder zu hören. Zufrieden waren nach fast drei Stunden Konzert aber alle, inklusive des Sängers. Das Publikum erhob sich und spendete minutenlangen Beifall, Klaus Lage kam erst nach zwei Zugaben von der Bühne.
Mehr als 20 Songs hatte Lage bis dahin geboten, mit dabei bekannte Titel wie die Schimanski-Hymne "Faust auf Faust" aus dem Tatort, die Erzählung von der Rückkehr in die Heimat "Wieder zuhaus" oder aber sein erstes bekanntes Stück "Komm, halt mich fest", das den damals in Berlin lebenden Deutschrocker über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt machte.
In keinem Konzert fehlen darf auch "Mit meinen Augen", ein Stück aus früheren Tagen. Seine "Erinnerungen, die ich tief bewahre", arbeitet Lage im Titelsong der Tour auf, es war eines von zahlreichen Liedern aus der jüngsten Vergangenheit, mit denen Klaus Lage seine Fans auch heute noch begeistert.
Das zeigte auch der Andrang am CD-Stand, wo der sympathische Sänger nach dem Konzert gerne für Autogramm- und Fotowünsche bereit stand, ehe er sich mit einer Flasche Ahrwein unterm Arm ins Hotel zurückzog, denn am nächsten Morgen ging es nach Oldenburg zum nächsten Solokonzert.
Artikel vom 08.12.2012
Kreis Ahrweiler
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