Adenbachtor in Ahrweiler: Nach Abriss des Hauses Karpp ist Platz für einen Platz | GA-Bonn

Adenbachtor in Ahrweiler

Nach Abriss des Hauses Karpp ist Platz für einen Platz

AHRWEILER.  Am Adenbachtor entsteht im Förderprogramm "Historische Stadtbereiche" eine neue Freifläche, auf die Bürger Weinreben pflanzen. Rebstöcke passen perfekt, weil das Adenbachtor im Volksmund auch Winzertor heißt.
Machen sich ein Bild: Hans-Josef Schönewald (v.l.), Sybille Bunse, Detlev Koch, Horst Gies, Bernd Koll, Jens Heckenbach. Foto: Martin Gausmann

Noch sieht er recht kahl aus, der rund 60 Quadratmeter große Platz, der entstand, weil das Haus Karpp am Ahrweiler Adenbachtor abgerissen wurde. Doch wenn in der Mitte der Freifläche im erhöhten Rundbeet mal die fünf Weinreben stehen, die Ahrweiler Bürger pflanzen werden, dann trägt auch diese Maßnahme zur Verschönerung des Stadtbildes bei.

Rebstöcke passen perfekt, weil das Adenbachtor im Volksmund auch Winzertor heißt. So versammelten sich gestern zur Begutachtung der Platzgestaltung der Erste Beigeordnete Detlev Koch, Ortsvorsteher Horst Gies, Hutenmeister Bernd Koll, Hans-Josef Schönewald vom Hutenvorstand, Jens Heckenbach von der städtischen Tiefbauplanung sowie Stadtplanerin Sybille Bunse.

Das Muster des kleinen Platzes, in dessen Gestaltung Ortsbeirat und Hutengemeinschaft eingebunden waren, entspricht dem der angrenzenden Straßenzüge Sebastianuswall und Adenbachhutstraße. Das Betonsteinpflaster ist eingefasst von einem zweizeiligen Natursteinband aus Basalt. Auch hat die Stadt eine historische Straßenlaterne um einige Meter verrückt und auf dem kleinen Platz positioniert. "Um eine bessere Platzausleuchtung zu gewährleisten", so Koll, "und auch wildes Parken zu verhindern." Was leider beim "Run" auf den Weihnachtsmarkt nicht gelungen sei.

"Auf Bänke haben wir bewusst verzichtet", so Koch, "wir wollen so eine von den Anwohnern insbesondere im Sommer befürchtete nächtliche Frequentierung des Platzes vermeiden." Abgestimmt mit der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion, war diese neue Einzelmaßnahme in das laufende Förderprogramm "Historische Stadtbereiche" zusätzlich aufgenommen worden.

Sowohl die Kosten von 11.000 Euro für den Platz als auch die 70 000 Euro für den Hausabriss und die Mauersanierung werden zu Zweidritteln aus Bundes- und Landesmitteln finanziert; die Stadt trägt das restliche Drittel.

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