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Haushalt
Römer-Thermen in Bad Breisig bereiten Sorgen
Von Victor Francke
Bad Breisig. Die Römer-Thermen in der Quellenstadt Bad Breisig werden zum zunehmenden Problem für den Haushalt. Die Wellnessoase mit ihrem Firmenslogan "Mein Wasser. Mein Leben" spült nicht nur Heilwasser in die Becken, sondern vor allem auch erhebliche Defizite in die ohnehin gebeutelte Kasse der Rheinkommune.
Verlustbringer für die Stadt Bad Breisig: Die Römer-Thermen. Foto: Martin Gausmann
"Die Römer-Thermen hängen wie ein Mühlstein an unserem Hals", meinte ein Ratsmitglied in der jüngsten Sitzung des Stadtrates. Ein Minus von 564 000 Euro weist die Gewinn- und Verlustrechnung der "Kurbetriebe der Stadt Bad Breisig", unter dessen Dach die Thermen firmieren, aus. Ein dicker Brocken für die 9000 Einwohner-Stadt, deren Gesamthaushalt ein Einnahme- und Ausgabevolumen von rund zehn Millionen Euro aufweist. Und einen Schuldenberg von sechs Millionen Euro.
Da tröstet es die Kommunalpolitiker wenig, dass das Defizit der Römer-Thermen im Jahr 2010 noch viel schlimmer ausfiel. Fast 900.000 Euro verbuchte man damals auf der Minus-Seite (Zum Vergleich Ahr-Thermen Bad Neuenahr: 2010: Fehlbetrag 247.000 Euro, 2011: Fehlbetrag 306.000 Euro).
Um fast 300.000 Euro gesteigerte Umsatzerlöse (1,28 Millionen auf 1,57 Millionen Euro) sorgten in Bad Breisig für ein Abschmelzen des Jahresdefizits. Gleichzeitig drastisch gewachsen sind indes allerdings die Verbindlichkeiten der Kurbetriebe. Die Schulden wurden von 5,9 Millionen Euro auf mehr als 6,8 Millionen Euro katapultiert. Ein Betrag, für den unter dem Strich die Stadt gerade stehen muss.
´"Wir müssen dringend handeln", hieß es im Bad Breisiger Stadtrat am Dienstagabend. Wie das Handeln aussehen soll, bleibt offen. Wegen angestiegener Unterhaltungs- und Energiekosten beschloss der Rat zunächst eine Erhöhung der Eintrittspreise, wohl wissend, dass die damit verbundene Mehreinnahme lediglich einen Tropfen auf dem heißen Stein bildet.
Artikel vom 06.12.2012
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