Betonplatte auf ihre Träger gesetzt: Brücke um 85 Zentimeter abgesenkt | GA-Bonn

Betonplatte auf ihre Träger gesetzt

Brücke um 85 Zentimeter abgesenkt

BAD BREISIG.  Die 800 Tonnen schwere Betonplatte der künftigen Brücke Nord im Bad Breisiger Gewerbegebiet "Goldene Meile" ist auf ihre Träger gesetzt worden. Schrittweise wurde das Brückenelement um 85 Zentimeter abgesenkt.
Die Brückenplatte in Bad Breisig ist in ihre endgültige Lage gebracht worden.
							Foto: GA
Die Brückenplatte in Bad Breisig ist in ihre endgültige Lage gebracht worden. Foto: GA

Mit hohem technischem Aufwand haben Arbeiter das Traggerüst, das bisher das Gewicht der Brücke trug, entfernt, um die Absenkung des Brückenbauwerks vorzubereiten. Grund: Das Brückenelement musste in einer höheren Position gegossen werden, da sonst die zum Betonieren der Brücke notwendige Verschalung den Bahnverkehr unmöglich gemacht hätte.

Vergangene Woche wurde damit begonnen, die Brückenplatte in ihre endgültige Lage zu bringen. Mit Hilfe von elektronisch miteinander verbundenen Hydraulik- Pressen und vielen aufeinander gestapelten Stahlplatten, wurde der Koloss an zwei Tagen auf die vorgesehenen Lagersockel bewegt.

Das Besondere beim Absenken ist das Gewicht der Brücke. Insgesamt sieben hydraulische Pressen hat die Baufirma für den Kraftakt eingesetzt.

"Dabei heben die Pressen zunächst die Brückenplatte etwas an, so dass die Arbeiter einige Stahlplatten entfernen können, auf denen das Betonteil nach der Entfernung des Traggerüstes ruhte. Dann lassen die Pressen das Bauwerk langsam - um maximal zehn Zentimeter in der Stunde - nach unten. Das Brückenelement liegt nun erneut auf Stahlplatten und die Pressen können auf einem niedrigeren Standort positioniert werden. Wechselseitig bewegt sich die Brücke so ganz langsam auf die Lagersockel zu", erklärte der aus Ahrweiler stammende Brückeningenieur Hermann Terporten.

Dieses technische Schauspiel ist jedoch nicht risikofrei, denn die schwere Brückenplatte kann sich schnell verkanten, wenn nicht alle Pressen exakt denselben Druck ausüben. Um die Brücke dann wieder in die Waagerechte zu bringen, wäre ein enormer Aufwand notwendig. Doch alles verlief nach Plan und das Betonelement konnte in seiner endgültigen Lage verankert werden. "Insgesamt kommen die Bauarbeiten sehr gut voran.

Sobald die Brücke befahrbar ist, kann endlich der Bahnübergang geschlossen werden und die langen Wartezeiten von fast zehn Stunden täglich haben ein Ende", sagte Breisigs Bürgermeister Bernd Weidenbach.

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