Mayschoss: Nikolausmarkt in der ältesten Winzergenossenschaft der Welt | GA-Bonn

Mayschoss

Nikolausmarkt in der ältesten Winzergenossenschaft der Welt

Mayschoss.  Die junge Mayschosserin hatte ihr Nähstudio im Weinkeller aufgebaut und produzierte Schürzen in fröhlichen Mustern. Heimische Jäger boten Kostproben von Würsten und Pasteten aus Wildfleisch an.
Markttreiben in den Mayschosser Weinkellern: Viele Besucher waren mit Bussen oder der Bahn angereist.
								Foto: Martin Gausmann
Markttreiben in den Mayschosser Weinkellern: Viele Besucher waren mit Bussen oder der Bahn angereist. Foto: Martin Gausmann

Mitglieder der Jugendgruppe schenkten Weine aus der Schatzkammer der Genossenschaft aus: Sie alle freuten sich über guten Zuspruch beim Nikolausmarkt in den Kellern der Winzergenossenschaft in Mayschoß.

Seit Öffnung der Türen verzeichneten die ehrenamtlichen Organisatoren um Anneliese Baltes, Monika Jeckstadt und Lee Condon-Schmitt an beiden Tagen ein ständiges Kommen und Gehen. Draußen waren Parkplätze Mangelware. Viele Marktbesucher reisten auch mit Bussen oder der Bahn an. Und für die Kinder, die sich in der Schmink- und Vorlese-Ecke betätigen konnten, kam der Nikolaus in seinem Himmelsschlitten.

Die Marktbesucher empfing beim Rundgang durch die unterirdischen Gemächer Vorweihnachtsstimmung. Und angesichts der Fülle von Angeboten an den 60 Ständen fiel es schwer, sich einen Überblick zu schaffen. Da gab es formschönes Holzspielzeug, bunt bemalt oder naturbelassen. Da gab es Engel in allen Variationen aus Keramik, Stoff, aus einem Holzscheit mit Styropor-Kopf oder Second-hand-Exemplare aus Ollis Fundgrube.

Feinschmecker hatten die Qual der Wahl bei Chutneys, Soßen, Suppen, Senfen. Für Schleckermäuler gab's belgische Schokolade sowie eine Fülle von selbst hergestellten Likören und Marmeladen. Wer auf der Suche nach Kuscheligem war, fand ein großes Angebot von Stricksocken, Mützen, Handschuhen, Schals, Filzpantoffeln. Wer Schönes suchte, den lockten Lampen und Fensterbilder in Tiffany-Technik.

Aus Filz hatte eine Anbieterin aparte Überzüge für Einkochgläser gemacht, die mit einer Kerze darin eine behagliche Schummerbeleuchtung schufen. Ihre Nachbarin bot - leider viel zu wenig beachtet - Vasen und Schalen aus Raku-Keramik an, einer im 15. Jahrhundert in Japan und Korea entwickelten Technik, bei der im weißen Ton feine Maserungen entstehen.

Viel beachtet die niedlichen Porzellanpuppen, die eine Mayschosser Bürgerin anbot; und die Krippen, Grotten aus Wurzelholz, Weinreben und Moos eines Anbieters aus Liers, die schon am Sonntagmorgen nahezu ausverkauft waren. Am Stand der Bad Münstereifeler Hilfsorganisation für Piéla im afrikanischen Burkina Faso gingen einige hundert im Steinofen gebackene Brote über den Tisch.

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