Kulturverein Mittelahr

Angelika Furth mit Dank überschüttet

DERNAU.  Kunst, Musik, Theater, Kabarett, Autorenlesungen: Diese Mixtur präsentiert der Kulturverein Mittelahr seit 20 Jahren den Menschen in den Orten der Verbandsgemeinde Altenahr.
Chefin Angelika Furth stand im Mittelpunkt. Foto: Martin Gausmann

Folglich durften bei der Geburtstagsfeier im Dernauer Dorfhaus wenigstens Musik und Kabarett - neben vielen guten Reden - nicht fehlen. Übrigens entsprach das Datum, der 14. Dezember, exakt dem Gründungstag 1992. Damals aber in Altenahr, wo die Galeristin Agnes Simon-Kereny und Sebastian Schmitz an die Spitze gewählt worden waren.

Was liegt auf der Schwelle zum dritten Jahrzehnt näher, als einen Rückblick zu tun und die Mitstreiter der ersten Stunde zu ehren. Sieben der 28 Gründungsmitglieder waren da: Hermann Heiser, der von 1996 bis 2002 Vorsitzender war, und sein Vize Ignaz Görtz. Zu den Geehrten gehörten auch Peter Eschweiler, Büroleiter der Verbandsgemeinde, Kassenwart Peter Zetzsche, der Mayschosser Heimathistoriker Sebastian Schmitz, Helmut Schmidt aus Burgsahr und Norbert Ulrich aus Kesseling.

Angelika Furth, die den Verein seit 2002 führt, wurde für ihr unermüdliches Engagement mit Dank überschüttet. Das Team des Jugendbüros überbrachte mit brennenden Wunderkerzen und Schokoladenkuchen für die gesamte Geburtstagsparty seinen flammenden Dank. Jan und Michael, zwei junge Ahr-Rocker, widmeten der Vorsitzenden einen Song. Peter Eschweiler sinnierte über Kultur in einer Region, in der das Amt für Bodenordnung als "Kulturamt" firmiert.

Diese Zeiten sind für die Verbandsgemeinde Altenahr auch Dank des Kulturvereins vorbei. Furth rief Highlights aus dem Programm in Erinnerung wie "Kabarett und Wein", Theater mit der Schauspielerin Jutta Seifert in der Scheune in Binzenbach, Konzerte mit dem aus Altenahr stammende Tenor Klaus Schneider in der Ahrtalschule. Mit insgesamt 4 000 Besuchern verbuchte die Jugendveranstaltungen "Ahr-Rock" im Winzerverein Altenahr die höchsten Teilnehmerzahlen für sich. Insgesamt war der Verein mit 300 Veranstaltungen in den Dörfern präsent, 42 davon allein in den vergangenen beiden Jahren.

"Künstler sind nicht überflüssig, weil sie etwas zu sagen haben", rückte die Kabarettistin Brigitte Fulgraff das Engagement des Vereins ins rechte Licht. Sie wünschte dem Verein "viele Sponsoren und engagierte Lokalpolitiker". Ohne deren Hilfe wäre die Arbeit nicht möglich, sagte Furth, und dankte speziell der Kreissparkasse und der Mayschosser Winzergenossenschaft.

Da Angelika Furth bei der jüngsten Mitgliederversammlung Gedanken an Rücktritt geäußert hatte, stellte ihr Stellvertreter, Hermann Heiser, fest: "Bei uns ist ein Wechsel nicht notwendig." Mit einem "Ich mache die Arbeit gern", bedankte sich die Vorsitzende.

Vorstandsmitglied Markus Prange setzte sich ans Klavier, und nach einer Pause hatten weitere gute Töne Konjunktur: Esther Lorenz aus Hanau (Gesang), die übrigens von der Ahr stammt, und der Pianist Thomas Bergler aus Rüdesheim präsentierten eine informative und einfühlsame "Hommage an George Gershwin".

Abo-Bestellung

Leserfavoriten

Anzeige

Anzeige

Meistgelesen