Polizei überwacht Brennpunkte: Radarmessungen an unfallträchtigen Stellen | GA-Bonn

Polizei überwacht Brennpunkte

Radarmessungen an unfallträchtigen Stellen

ADENAU.  Was die Statistik zeigte, das kontrollierte die Polizei Adenau jetzt erneut an zwei Stellen, an denen sich Unfälle häufen: Auf der L10 in der Gemarkung Kaltenborn in einem Doppelkurvenbereich an der Kapelle und an der B258/L10 in der Gemarkung Wirft an der Kirmutscheider Kreuzung wurden Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt.

Allein am ersten Messpunkt, wo 50 km/h erlaubt sind, registrierte die Polizei seit 1. Oktober 24 Unfälle. An neun waren Motorradfahrer beteiligt, bei acht wurden sie als Verursacher ermittelt. Zwei Kradfahrer wurden getötet, vier Personen schwer- und sieben leicht verletzt.

Der Schaden beläuft sich auf rund 100.000 Euro. Bei 15 Messungen in rund 73 Stunden passierten 2941 Fahrzeuge den Bereich; 531 (18 Prozent) waren zu schnell. Rund Zweidrittel der Verstöße können mit einem Verwarnungsgeld bis 35 Euro geahndet werden, die anderen müssen mit höherem Bußgeld und Punkten in Flensburg rechnen.

An der Einmündung Kirmutscheider Kreuzung, wo Tempo 50 gilt, bilanzierte die Polizeiinspektion Adenau seit Januar 2010 acht folgenschwere Unfälle mit acht schwer sowie elf leicht verletzten Menschen und 113.000 Euro Schaden. Die Kreuzung wurde 13 Mal in 61 Messstunden überwacht. 4563 Fahrzeuge passierten sie, 746 (16 Prozent) fuhren zu schnell.

Die höchste Beanstandungsquote gab es am Freitag, 5. Oktober, mit 82 von 317 Fahrzeugen (26 Prozent). 116 mal waren die Geblitzten so schnell, dass Bußgeldbescheide und Punkte drohen; in fünf Fällen müssen sich die "Ertappten" auf ein vierwöchiges Fahrverbot einrichten, das heißt, sie waren mindestens 41 km/h zu schnell.

Der Erste Polizeihauptkommissar Eugen Linden legt weitere Zahlen aus 2012 vor. Bis Mitte November gab es im Bereich der Polizeiinspektion 52 (43 in 2011) Unfälle außerhalb geschlossener Ortschaften, die auf zu schnelles Fahren zurückzuführen sind. Dabei wurde eine (1) Person getötet, 31 (20) Personen schwer und 42 (36) leicht verletzt. Die Gesamtunfallzahlen seien, so Linden, mit 989 (992) nahezu unverändert.

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