Kommentar zum Abriss des Pallottiner-Gebäudes

Wohin mit dem Verkehr?

Die seit Jahren leerstehenden Internatsgebäude waren in vergangener Zeit häufig das Ziel von Vandalismus und Brandstiftung.

Die seit Jahren leerstehenden Internatsgebäude waren in vergangener Zeit häufig das Ziel von Vandalismus und Brandstiftung.

Dem Pallotti-Areal in Rheinbach fällt eine herausragende Bedeutung zu. Die Potenzialfläche ist so groß, dass fast ein neues Veedel in der Rheinbacher Kernstadt entsteht.

Wer sich die Erkenntnisse der Stadtplaner im Rheinbacher „Masterplan Innenstadt“ einmal genau ansieht, erkennt rasch, dass dem Pallotti-Areal in Rheinbach eine herausragende Bedeutung zufällt. Klar ist, niemand in Rheinbach möchte auf der 40.000 Quadratmeter großen Fläche Einkaufsmärkte oder Discounter ansiedeln.

Vielmehr soll, ja muss auf dem innerstädtischen Filetstück auf vielfältige Weise der Traum vom innerstädtischen Wohnen realisierbar sein – und dies für jeden Geldbeutel, um eine heterogene Siedlung zu schaffen und weder ein Quartier für ausschließlich exklusives Wohnen noch für ausschließlich sozialen Wohnungsbau.

Klar ist: Die Potenzialfläche ist so groß, dass fast ein neues Veedel in der Rheinbacher Kernstadt entsteht. Unabhängig davon, wie die Mischung in diesem Veedel sein wird, ist bei den Planungen für das Pallotti-Areal genauestens darauf zu achten, was mit dem Verkehr geschieht, den das Gelände ohne Frage erzeugen wird. Sollte einzig und alleine die kleine Pallottistraße als Zugang zum neuen Baugebiet herhalten, muss man weder ein Prophet noch Pessimist sein, um einen Verkehrsinfarkt für die Rheinbacher Innenstadt vorherzusagen.

Schon jetzt ist die innerstädtische Traverse „Vor dem Voigtstor“, von der sich in die Pallottistraße abzweigen lässt, ein oft allzu enges Nadelöhr, in dem sich der Verkehr staut. Eine mögliche Öffnung der Pallottistraße in Richtung Stadtpark wäre nur eine Lösung, aber als Entlastung auch zu wenig.