Fahrscheinkontrolle der Bahn

Schwarzfahrer in Köln bedroht Polizist mit Messer

Symbolfoto

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Köln. Bedroht, beschimpft, geschlagen und getreten. Bei einer Kontrolle in einer S-Bahn und anschließend auf der Kölner Wache ist ein Schwarzfahrer ausgerastet. Die Liste der Vorwürfe ist lang.

Es hätte eine ganz normale Fahrscheinkontrolle in der S6 in Richtung Köln sein können, doch was ein Mitarbeiter des Prüfdienstes der Deutschen Bahn und ein Polizist am Montagabend erleben mussten, endete in einer langen Liste an Tatvorwürfen. Der 35-Jährige Täter wird am Dienstag dem Haftrichter vorgeführt.

Der Polizist war zufällig in der S6, als ein Mitarbeiter des Prüfdienstes ihn um Unterstützung bei einer Fahrscheinkontrolle bat. Der Fahrgast war alkoholisiert und aggressiv, wie die Polizei mitteilte. Auch beruhigende Worte des Polizisten fanden keinen Anklang, stattdessen zog der Mann anstelle seines Ausweises ein Messer aus seiner Hosentasche.

Geistesgegenwärtig schlug der Polizist seinem Gegenüber das Messer aus der Hand. Danach rangelte der Mann mit dem Polizisten und versuchte ihm, seine Ausrüstung zu stehlen. Dabei sparte der Betrunkene - knapp zwei Promille - nicht mit Schimpfworten und drohte, den Polizisten abzustechen.

In der Dienststelle am Kölner Hauptbahnhof sorgte der Mann durch sein Verhalten dafür, dass die Liste an Vorwürfen noch einmal um einige Punkte erweitert wurde. Er versuchte sich selbst zu verletzen, zerriss das Diensthemd eines Beamten, beleidigte Polizisten, trat und schlug nach ihnen. Obendrein entdeckten die Beamten noch eine Urkundenfälschung in seinem Reisepass.

Der Haftrichter muss nun entscheiden, ob der Mann, dem besonders schwerer Widerstand, Bedrohung, Urkundenfälschung, Sachbeschädigung, Schwarzfahren sowie Körperverletzung vorgeworfen wird, weiter in Haft bleibt. Zu seiner Entschuldigung hat der Mann nichts vorgebracht. In der Vernehmung bei der Polizei am Morgen danach schwieg er.