Streitigkeit im Drogenmilieu?

Schuss und Hammerangriff am Ebertplatz in Köln

Köln. Nach einem Schuss sowie einem Angriff mit einem Hammer am Ebertplatz hat die Kölner Kripo Ermittlungen aufgenommen. Ein 29-Jähriger, der mit einer Pistole geschossen haben soll, wurde festgenommen. Ein weiterer Mann wird gesucht.

Wie die Kölner Polizei auf GA-Anfrage mitteilte, hatten am Montagabend gegen 20.40 Uhr mehrere Menschen in der Einsatzstelle angerufen und von Schüssen am Ebertplatz berichtet. In einer Mitteilung hieß es dann am Dienstagvormittag, ein 19-jähriger Kölner sei gegen 20.30 Uhr angegriffen worden. Er beschrieb den Beamten, er sei auf dem Heimweg gewesen und die Krefelder Straße entlang gegangen, als drei Männer auf ihn zugekommen seien und ihn unvermittelt attackiert hätten - der bisher Unbekannte habe dabei mit einem Hammer auf ihn eingeschlagen, worauf er in einen Hausflur geflüchtet sei.

Von der gegenüberliegenden Straßenseite habe dann ein weiterer Mann mindestens einen Schuss aus einer Pistole abgefeuert. Der erste Angreifer habe mehrfach mit dem Hammer gegen die Tür geschlagen, hinter der der 19-Jährige sich verschanzt hatte.

Alarmierte Polizisten fahndeten umgehend nach den mittlerweile geflüchteten Tätern. Einen 29-Jährigen, der eine Waffe bei sich hatte, nahmen sie noch in Tatortnähe fest. Die Beamten stellten die Pistole sicher. Eine abschließende Begutachtung der Faustfeuerwaffe steht noch aus. Kriminalpolizisten sicherten die Spuren am Tatort, Polizisten mit Spürhunden suchten das betroffene Teilstück der Krefelder Straße ab. Die Kripo geht nun ersten Hinweisen nach, wonach der Angriff mit Streitigkeiten im Drogenmilieu in Zusammenhang stehen könnte.

Der mit dem Hammer bewaffnete Täter wird als etwa 30 Jahre alt, ungefähr 1,80 bis 1,85 Meter groß und von schmaler Statur beschrieben. Der Mann soll vermutlich Nordafrikaner sein und hat kurze lockige schwarze Haare, die an den Seiten kurz rasiert sind.

Die Polizei sucht Zeugen, die sich zur Tatzeit im Bereich der Krefelder Straße aufgehalten, verdächtige Feststellungen gemacht oder eine Person beobachtet haben, auf die die Beschreibung passen könnte. Hinweise bitte an das Kriminalkommissariat 27 unter der Telefonnummer 0221/229-0 oder per E-Mail.