Suche nach Werkzeug-Dieben

Polizei sucht mit Fotos nach Einbrechern in Kölner Dom

Kölner Dom.

Kölner Dom.

Köln. Nach dem Ein- und Ausbruch aus dem Kölner Dom in der Nacht zu Montag hat die Polizei neue Erkenntnisse über das Vorgehen der Täter. Nach den beiden Verdächtigen wird nun mit Fahndungsfotos gesucht.

Die nächtlichen Werkzeuge-Diebe im Kölner Dom sind nach neuen Erkenntnissen der Polizei durch die Glastür des Südturmes ausgebrochen und nicht wie zunächst vermutet eingebrochen. Dabei wurde der Alarm ausgelöst, der zum Polizeieinsatz in der Nacht zum Montag rund um den Dom und im Innenraum führte. Nun ist allerdings unklar, wie die beiden von Videokameras gefilmten Täter in die Kathedrale gelangen konnten.

„Wir haben noch keine heiße Spur“, sagte ein Polizeisprecher. Die gestohlenen Werkzeuge ließen die Männer beiden bei der Flucht zurück. Ein Sprecher der Dompropstei bestätigte, dass sich der Schaden auf aufgebrochene Türen und Schränke beschränke. Man schätze den Schaden auf 10 000 Euro.

Polizei veröffentlicht Fahndungsfotos

Die mutmaßlichen Täter werden von der Polizei wie folgt beschrieben: Der eine war mit einem hellen Muskel-Shirt und einem auffälligen Aufdruck vorn, Jeans und hellen Sneakers bekleidet. Dieser Mann führte außerdem einen Werkzeugkoffer und einen Rucksack mit sich. Beides ließ der Unbekannte allerdings bei seiner Flucht auf der ins Freie führenden Treppe und auf dem Roncalliplatz zurück. Der ebenfalls flüchtige Komplize trug eine schwarze Jacke, Jeans und helle Sneakers.

Am Dienstag hat die Polizei Fahndungsfotos der beiden Männer veröffentlicht. Die Bilder zeigen die Unbekannten beim Verlassen des Dom-Turms durch das Glasportal.

Turm öffnete am Dienstag wieder

Touristen mussten zumindest am Montag auf die Aussicht aus fast 100 Metern vom Südturm über die Millionen-Stadt am Rhein verzichten. Denn der aufgebrochene Eingang musste zunächst repariert werden. Am Dienstag war die Turmbesteigung für Besucher am Südturm wieder regulär geöffnet.

Die in den Südturm gelangten Täter brachen laut Dompropstei dann eine weitere Tür auf, die zum Nordturm führt, wo auf rund 45 Metern Höhe die Dombauhütte ihre Werkstatt hat. „Dort sind Metallschränke aufgebrochen worden, und es wurde Werkzeug entwendet“, schilderte der Sprecher der Dompropstei, Markus Frädrich. Was genau alles an Werkzeug fehlt, war wenige Stunden nach dem Einbruch noch unklar.

Kein Zusammenhang mit Meisners Beisetzung

Ein Zusammenhang zwischen der Beisetzung von Kardinal Joachim Meisner am vergangenen Samstag und dem Einbruch bestehe nicht, betonte Frädrich. „Die erzbischöfliche Gruft ist nicht betroffen.“

Die Polizei war gegen 02.30 Uhr vom Sicherheitsdienst informiert worden, nachdem ein Alarm ausgelöst worden war. Mehrere Streifenwagen rückten aus. Alle Bereiche der Kathedrale seien genau durchsucht worden, auch mit zwei Spürhunden, betonte der Polizeisprecher. Im Innenraum des alljährlich auch von mehreren Millionen Touristen besuchten Kölner Wahrzeichens wurden keine Einbruchsspuren entdeckt.

(mit Material von dpa)