Fahndungserfolg in Köln

Polizei fasst Intensivtäter nach räuberischer Erpressung

Symbolbild

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Köln. Die Polizei hat drei Jugendliche und einen Mann in Köln festgenommen. Sie werden für mehrere Taten verantwortlich gemacht. Darunter ein Vorfall, bei dem eine ältere Frau ausgeraubt und mit schweren Verletzungen aufgefunden wurde.

Fahndungserfolg für die Kölner Polizei: Nach einer räuberischen Erpressung hat die Kölner Polizei in der Nacht auf Donnerstag eine Gruppe von drei Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 16 Jahren und einen 27-Jährigen festgenommen. Die Personen sind polizeibekannt, der 14- und der 16-jährige Jugendliche gelten als Intensivtäter. Die Polizei vermutet noch weitere kürzlich begangene Taten des Quartetts.

Die mutmaßlichen Täter sollen einen 22-Jährigen Dürener nach Angaben der Polizei umzingelt und ihm unter Drohungen Geld und sein Handy abgenommen haben. Die Tat ereignete sich demzufolge um 4.25 Uhr auf der Trankgasse vor dem Hotel Drei Kronen. Bei der Festnahme in Tatortnähe stellten Polizisten das erbeutete Handy bei dem 27-Jährigen sicher. Im Schuh des 14-Jährigen stießen die Polizisten auf den Zehn-Euro-Schein des jungen Mannes aus Düren.

Die Polizei ermittelt wegen einer möglichen Tatbeteiligung des Quartetts an einem Taschendiebstahl sowie einem Raubversuch in einer Wohnung auf der Hamburger Straße in der Kölner Innenstadt. Nach dem Diebstahl eines Portemonnaies gegen Mitternacht nahmen die Bestohlenen über einen Social-Media-Kanal Kontakt zu den später festgenommenen Tatverdächtigen auf, die sie erst kurz vorher kennengelernt hatten. Die Verabredung in der Wohnung der Opfer endete allerdings nicht mit der Rückgabe des Portemonnaies sondern mit dem erfolglosen Versuch, den Bestohlenen obendrein die Handys zu rauben.

Polizei findet in der Nacht komatöse Frau

Auch ein dritter Fall aus der Nacht beschäftigt die Ermittler im Zusammenhang mit der Festnahme des Quartetts. Ein Anrufer hatte sich um 4.21 Uhr gemeldet, nachdem er auf dem Weltjugendtagsweg/Ecke Trankgassenwerft eine stark blutende und nicht ansprechbare 61-jährige Frau auf der Straße gefunden hatte. Wenige Meter neben ihr lag eine leere Damenhandtasche. Rettungskräfte brachten die Frau mit schweren 
Gesichtsverletzungen in eine Klinik.

Nach dem derzeitigen Stand ist sie laut der Polizei nicht vernehmungsfähig und kann derzeit keine Angaben dazu machen, woher ihre schweren 
Verletzungen stammen und ob sie gegebenenfalls Opfer eines Raubüberfalls geworden ist.

Das Kriminalkommissariat 14 hat die Ermittlungen aufgenommen und wertet zur Stunde Videomaterial aus Überwachungsmaeras aus. Die Ermittler bitten mögliche Tatzeugen, sich unter der Rufnummer 0221 229-0 oder per E-Mail beim Kriminalkommissariat 14 zu melden.