Zwei Schwerverletzte

Polizei fahndet nach Schüssen in Köln nach Serkan D.

Die Polizei untersucht den Sportwagen, mit dem die beiden Männer unterwegs waren.

Die Polizei untersucht den Sportwagen, mit dem die beiden Männer unterwegs waren.

Köln. Nach Schüssen auf zwei Männer in Köln hat die Polizei den mutmaßlichen Schützen identifiziert. Seit Donnerstag wird mit einem Fahndungsfoto nach Serkan D. gesucht.

Die Polizei Köln fahndet nach Serkan D. Der 30-Jährige steht im dringenden Tatverdacht, am Dienstagnachmittag auf zwei Männer im Kölner Stadtteil Humboldt-Gremberg geschossen und diese schwer verletzt zu haben. Anschließend flüchtete der Tatverdächtige mit einem schwarzen Audi R8 vom Tatort. Die Polizei veröffentlichte am Donnerstag ein Foto von Serkan D. und bittet mögliche Zeugen, die Angaben zu seinem Aufenthaltsort machen können, sich dringend unter der Rufnummer 0221/2290 oder unter dem polizeilichen Notruf 110 zu melden.

Gleichzeitig warnt die Polizei: Der Gesuchte könnte weiterhin bewaffnet sein.

Die Polizei sucht nach Serkan D.

Die Polizei sucht nach Serkan D.

 

Wie berichtet waren zwei Männer (30 und 33 Jahre alt) am Dienstagmittag gegen 15.30 Uhr in Köln-Gremberg an der Ecke Usingerstraße/Gießener Straße in einem weißen Sportwagen unterwegs. Nach derzeitigem Ermittlungsstand trafen sie dort auf Serkan D. Der jüngere der beiden Männer ging direkt auf Serkan D. zu, dieser eröffnete sofort mit einer großkalibrigen Schusswaffe das Feuer. Die beiden Männer wurden durch die Schüsse schwer verletzt. Die Polizei Köln hat eine Mordkommission eingerichtet. Nach GA-Informationen handelte es sich um Streitigkeiten im Rockermilieu.

Im Rahmen der Ermittlungen nach den Schüssen hat die Polizei in der Nacht zu Mittwoch rund eine Stunde lang ein Gebäude an der Rösrather Straße untersucht. Wie die Staatsanwaltschaft auf GA-Anfrage bestätigte, handelt es sich dabei um das ehemalige Clubhaus des Hells Angels-Chapters Köln-Ostheim. Der Rockerclub ist in Köln verboten. Ein Kölner Spezialeinsatzkommando (SEK) sowie Hundertschaften aus Köln und Mönchengladbach rückten zu der Razzia aus.

Nähere Informationen zum Ablauf der Razzia machte die Staatsanwaltschaft nicht - auch gab sie keine Auskunft über möglicherweise sichergestellte Gegenstände und dazu ob und warum das Haus von den Hells Angels weiter genutzt wird.

Der Ortsclub Ostheim hatte Ende Februar nach Schüssen auf ein Lokal in der Kölner Innenstadt und anschließenden Festnahmen offiziell seine Auflösung bekanntgegeben. Der Anwalt des sogenannten Charters hatte sich per Fax an das NRW-Innenministerium gewandt und die Auflösung mitgeteilt.