Ermittlungen im Kölner Rockermilieu

Polizei durchsucht Rocker-Vereinsheim in Leverkusen

Nach Schüssen in Köln vermutet die Polizei einen Bezug in das Rockermilieu. (Symbolfoto)

Nach Schüssen in Köln vermutet die Polizei einen Bezug in das Rockermilieu. (Symbolfoto)

Köln/Leverkusen. Die Polizei hat im Rahmen ihrer Ermittlungen im Kölner Rockermilieu ein Vereinsheim in Leverkusen-Schlebusch durchsucht. Die Beamten sind auf der Suche nach Beweismitteln, die mit den Schüssen in der Innenstadt zusammenhängen könnten.

Nach den Schüssen in der Kölner Innenstadt und vor einer Spielhalle in Köln-Buchheim haben die Kölner Staatsanwaltschaft und Polizei ihre Ermittlungen im Rockermilieu ausgeweitet. Im Zusammenhang mit den Schüssen auf der Altenberger Straße am 4. Januar hat die Polizei am Donnerstagnachmittag ein Vereinsheim einer Rockergruppe in Leverkusen-Schlebusch nach Beweismitteln durchsucht. Zu den Ergebnissen der Durchsuchung nehmen die Behörden aufgrund des laufenden Verfahrens vorerst keine Stellung, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Zuvor war bereits ein 29-Jähriger Tatverdächtiger festgenommen worden, der in U-Haft sitzt.

Die Polizei hat ihre Kontrollen im Rockermilieu seit Anfang Januar mit zusätzlichen Kräften der Bereitschaftspolizei und Zivilbeamten verstärkt. Rund 70 Beamte haben bislang mehrere hundert Fahrzeuge und Personen kontrolliert. Außerdem suchen die Polizisten im Rahmen der Ermittlungen fortlaufend Gaststätten auf.

Bislang haben die Ermittler zwölf Strafverfahren und 20 Verfahren aufgrund von Ordnungswidrigkeiten eingeleitet. Sie stellten zudem vier Fahrzeuge, eine Schreckschusspistole, ein Messer, einen Teleskop-Schlagstock, fünfstellige Bargeldsummen, Luxusuhren und geringe Mengen Marihuana und Amphetamine als Beweis- oder Tatmittel sicher. Die Polizei plant, Maßnahmen wie diese im Rockermilieu konsequent fortzusetzen.