Vorfall war Thema bei "Aktenzeichen XY"

Neue Hinweise zu Raubüberfall aus Godorf

Köln. Ein bisher ungeklärter Fall aus Köln-Godorf wurde am Mittwoch Gegenstand der Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" im ZDF. Im Laufe der Sendung gingen mehr als 20 Hinweise von Zuschauern ein. Die Polizei prüft einen Zusammenhang zu einer ähnlichen Tat in Limburg.

Ein Raubüberfall, der sich im vergangenen März in Köln-Godorf ereignete, ist bis heute nicht aufgeklärt. Deshalb stellte der Leiter der Ermittlungsgruppe "Pansarbil", Kriminalhauptkommissar Winfried Voß, in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" (Mittwoch, 20.15 Uhr) die Ermittlungen zum Fall vor. Das teilte die Kölner Polizei am Montag mit. Daraufhin gingen insgesamt 25 Hinweise von Zuschauern ein, die neue Ansatzpunkte für die Ermittlungen liefern könnten, sagte Alfred Hettmer vom LKA München am Ende der Sendung.

Die Täter, nach denen die Ermittler bereits im April mit Fotos gesucht hatten, sollen am 24. März den 60-jährigen Fahrer eines Geldtransporters mit einer Waffe bedroht und ausgeraubt haben. Wenig später meldeten Zeugen einen brennenden BMW auf einem nahegelegenen Feld - es war das Fluchtfahrzeug.

Der Überfall hatte sich an einem Samstagmorgen auf dem Parkplatz des Godorfer Ikea-Marktes ereignet. Zunächst hatten die Ermittler einen Zusammenhang zu drei ehemaligen RAF-Terroristen geprüft, die wegen einer Serie von Raubüberfällen in Norddeutschland gesucht werden. Diesbezüglich hatten sich jedoch keine Hinweise ergeben.

Im Fall des Überfalls den Geldtransporter in Köln prüft die Polizei jetzt Zusammenhänge zu einer ähnlichen Tat in Limburg. Da die beiden Tatabläufe sehr ähnlich gewesen seien, ermittle die Polizei derzeit, ob ein Zusammenhang bestehe, sagte eine Sprecherin der Polizei Westhessen am Donnerstagmorgen.

Auch die Ermittlungsgruppe "Pansarbil" aus Köln sucht nach den Räubern und erhofft sich durch die TV-Sendung nun neue Hinweise aus der Bevölkerung. Für Hinweise, die zur Ergreifung führen, ist eine Belohnung in Höhe von 1500 Euro ausgesetzt. Zeugen werden gebeten, sich unter der Rufnummer 0221 229-0 oder der per E-Mail an poststelle.koeln@polizei.nrw.de zu melden.