Prozess in Köln

Mitglieder von Leverkusener Großfamilie vor Gericht

In der Anzeige eines Rechtsberatungsportals hieß es: "Jetzt kostenlos Anspruch berechnen! Schnell und ohne Risiko 600 Euro." Diese Werbung hielt das Landgericht Köln für irreführend.

Das Kölner Landgericht.

23.05.2019 KÖLN. Mitglieder einer Leverkusener Großfamilie müssen sich seit Donnerstag vor dem Kölner Landgericht verantworten. Ihnen wird gewerbsmäßiger Betrug und Beihilfe zur Geldwäsche vorgeworfen.

Mitglieder einer Leverkusener Großfamilie stehen seit Donnerstag wegen gewerbsmäßigen Betrugs und Beihilfe zur Geldwäsche vor dem Kölner Landgericht. Dem 42 Jahre alten Hauptangeklagten legt die Staatsanwaltschaft 22 Taten zur Last. Unter anderem soll der Mann ein Ehepaar um rund eine Million Euro geprellt haben.

Hierzu soll sich der 42-Jährige das Vertrauen des Paares durch diverse Einladungen erschlichen haben. Anschließend überredete er sie laut Anklage bei verschiedenen Gelegenheiten zur Übergabe von Wertgegenständen wie Goldbarren und -münzen sowie hohen Bargeldbeträgen. Diese soll er dann behalten und nicht wie versprochen zurückgegeben haben.

Auch soll der 42 Jahre alte Hauptangeklagte eine falsche eidesstattliche Erklärung gegenüber Gerichtsvollziehern abgelegt haben. Er habe, so die Anklage, seine Einkünfte zu niedrig angegeben. Neben dem Hauptangeklagten sind in dem Verfahren drei Männer wegen Beihilfe zur Geldwäsche angeklagt.

Der 42-Jährige wurde bereits im November 2018 in einem anderen Verfahren wegen Betrugs an einem älteren Ehepaar in Norddeutschland zu über vier Jahren Gefängnisstrafe verurteilt worden. (dpa)