Kommentar zum Flughafen Köln/Bonn

Manche lernen's nie

Schranken am Flughafen Köln/Bonn: Wer länger als zehn Minuten in der Drop-Off-Zone hält, muss zahlen.

Schranken am Flughafen Köln/Bonn: Wer länger als zehn Minuten in der Drop-Off-Zone hält, muss zahlen.

KÖLN. So mancher spricht von „Abzocke“, was da seit einigen Monaten auf dem Köln/Bonner Flughafen geschieht. Aber dass der Flughafen die Reißleine gezogen hat, ist eine logische Konsequenz aus rüdem Verhalten vieler Kurzparker.

So mancher spricht von „Abzocke“, was da seit einigen Monaten auf dem Flughafen Köln/Bonn geschieht. Tatsächlich haben in der Vergangenheit viele die Kulanz der Kontrolleure schamlos ausgenutzt. Denn das Kurzzeitparken hat auch vor der neuen Verkehrsregelung etwas gekostet. Warum die Stadt Köln, die dafür zuständig war, ihre Kontrollen zuletzt nicht mehr so eng durchgeführt hat, wie es mal war, bleibt ihr Geheimnis. Fakt ist, dass vor den Zugängen zu den Terminals ein echtes Chaos herrschte mit teilweise zweireihig geparkten Fahrzeugen und, seien wir ehrlich, ziemlich uneinsichtigen und vereinzelt äußerst rüden Zeitgenossen. Habe ich alles selbst erlebt.

Dass der Flughafen die Reißleine gezogen hat, ist eine logische Konsequenz aus diesem rohen Verhalten. Wer regelmäßig zum Flughafen fährt, erfährt, dass es läuft. Für kurzes Anhalten, um Reisende abzusetzen, finden Sie mittlerweile immer und vor jedem Eingang der Fluglinien einen Platz. Das ist einfach klasse.

Andererseits sind zehn Minuten schon recht knapp bemessen. 15 Minuten freies Parken wären sicherlich auch in Ordnung. Und die braucht man, wenn man jemandem mal einen Koffer bis zum Check-in bringen will.

Was wirklich völlig daneben ist, das ist das Warten auf dem Standstreifen vor der Einfahrtsschranke, um drei Euro zu sparen. Machen sich diese Leute eigentlich klar, wie gefährdend ihr Verhalten ist? Dass die Polizei da hart durchgreift, ist völlig in Ordnung. Manche lernen’s eben nie.