Bahnverkehr in Köln

Kein Vandalismus bei Schäden an Hohenzollernbrücke

Die Hohenzollernbrücke und der Kölner Dom bei Nacht.

Die Hohenzollernbrücke und der Kölner Dom bei Nacht.

19.06.2019 Köln. Die Schäden an der Hohenzollernbrücke zwischen Köln Hauptbahnhof und Deutz sind laut Bundespolizei nicht durch Manipulation entstanden. Die Deutsche Bahn hatte Vandalismus vermutet, weil sich Schrauben gelöst hatten. Stattdessen soll der Schaden durch Züge entstanden sein.

Die Schäden an der Hohenzollernbrücke in Köln, die am Montag und Dienstag zu Probleme im Bahnverkehr zwischen Köln Hauptbahnhof und Deutz/Messe sorgten, sind nach aktuellem Stand der Ermittlungen nicht auf eine Manipulation an den Schienen zurückzuführen. Das teilte die Bundespolizei am Mittwochnachmittag mit. Die Deutsche Bahn (DB) hatte am Dienstag von Vandalismus gesprochen, als am Gleis gelöste Schrauben gefunden worden waren.

Wie die Bundespolizei nun weiter mitteilt, hatte ein Reisender am Montag gegen 17 Uhr bei einer Zugfahrt über die Hohenzollernbrücke ungewöhnliche laute Geräusche wahrgenommen und darüber die Polizei informiert. Beamte stellten daraufhin hinter Gleis 2/3 auf linksrheinischer Seite einen Schienenbruch fest: Ein Strang der Schiene war an einer Schweißnaht gebrochen, mehrere Schrauben lagen im Gleisbett.

Schaden entstand durch Züge

Hinweise auf eine vorsätzliche Tat hätten sich bisher nicht ergeben, so die Mitteilung. Stattdessen sei der Schienenbruch "während der Belastung durch eine Zugfahrt" entstanden.

Darüber hinaus gab es laut Bundespolizei am Montagnachmittag auf der Bahnstrecke zwischen Köln Hauptbahnhof und Bahnhof Köln-West einen weiteren Vorfall. Hier entdeckten Mitarbeiter der Deutschen Bahn eine gelöste Schienenverbindung. Auch in diesem Fall gebe es nach bisheriger Bewertung der Ermittler keine Hinweise auf eine vorsätzliche Manipulation.

Durch die Schäden auf der Hohenzollernbrücke war es zu Zugausfällen und Verspätungen gekommen. Die Strecke blieb bis zum Nachmittag gesperrt. (general-anzeiger-bonn.de)