Kurioser Vorfall in Köln

Handy vergessen - Einbrecher kommt zu Tatort zurück

Symbolfoto.

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KÖLN. Einen vergesslichen Einbrecher hat die Polizei am Sonntag in Köln festgenommen. Der Mann war nach seinem Einbruch an den Tatort zurückgekehrt.

Missglückte oder wenig geschickte Einbrüche landen gerne in TV-Formaten wie "Die dümmsten Einbrecher der Welt". Eine Art Bewerbungsschreiben dafür hat am Samstagmittag ein polizeibekannter Mann in Köln abgeliefert.

Was war geschehen? Der 25-Jährige drang zur Mittagszeit durch ein gekipptes Erdgeschossfenster in eine Wohnung in der Kölner Innenstadt ein - die Bewohnerin hatte das Gebäude gegen 12.20 Uhr verlassen. Der als Drogenkonsument bekannte Mann durchwühlte die Wohnung am Gereonswall und lud währenddessen sein Mobiltelefon an einer Steckdose auf.

Verrichteter Dinge verließ der Mann mit der Kreditkarte der Mieterin wieder die Wohnung. Als die Frau wenig später zurück kam, bemerkte sie den Einbruch und alarmierte umgehend die Polizei. Noch bevor diese da war, klopfte ein ihr unbekannter Mann heftig gegen ein Wohnungsfenster. "Mein Handy liegt noch in der Wohnung", sagte er. Tatsächlich fiel der Mieterin das auf einem Tisch liegende, weiße Mobiltelefon mit schwarzem Kabel auf.

Dem Mann half die Rückkehr an den Tatort allerdings nicht - sein Handy bekam er nicht zurück. Vielmehr bekam er wenig später Handschellen von der Polizei angelegt. Der ging der vergessliche Einbrecher nämlich nach kurzer Flucht am Ebertplatz ins Netz. Der Mann, der sich nicht ausweisen konnte, fiel bereits mehrfach wegen Eigentumsdelikten auf und war erst im Dezember vergangenen Jahres aus der Untersuchungshaft wegen Raubes entlassen worden. Der 25-Jährige kam noch am Sonntag vor einen Haftrichter.