Kölner Hotelbetreiberin

Flüchtlinge im Hotel: CDU fordert Rückzug von Horitzky

Das "Hotel zum Bahnhof" im Stadtteil Dellbrück. Die Stadt Köln will alle Verfahren zur millionenschweren Unterbringung von Flüchtlingen in Hotels der Domstadt überprüfen lassen.

Das "Hotel zum Bahnhof" im Stadtteil Dellbrück. Die Stadt Köln will alle Verfahren zur millionenschweren Unterbringung von Flüchtlingen in Hotels der Domstadt überprüfen lassen.

17.04.2018 Köln. In der Debatte um Flüchtlinge im Hotel die Kölner CDU-Politikerin Andrea Horitzky hat deren Partei nun ihren Rückzug gefordert. Man wolle sie nicht länger in der Spitze dulden.

Die Kölner CDU will die Betreiberin eines Hotels, in dem Geflüchtete untergebracht werden, nicht länger in ihrer Spitze dulden. Man erwarte, dass die in die Kritik geratene Parteifreundin Andrea Horitzky von ihrem Vorstandsamt zurücktrete, hieß es in einer Mitteilung des Parteivorstandes der CDU Köln, die am Montagabend auf deren Internetseite veröffentlicht wurde.

Die Stadt hatte einen Vertrag mit dem Hotel geschlossen. Nach Medienberichten soll dieser über sieben Jahre laufen und sich insgesamt auf fast 2,5 Millionen Euro belaufen.

Der Kölner SPD-Vorsitzende Jochen Ott hatte es als "Skandal" und "instinktlos" bezeichnet, einen Vertrag bei deutlich gesunkenen Flüchtlingszahlen und noch dazu für einen so langen Zeitraum abzuschließen.

"Der Vorstand der Kölner CDU erwartet von jedem Vorstandsmitglied, dass es sich der besonderen Verantwortung bewusst ist, die ein politisches Ehrenamt mit sich bringt", hieß es in der Erklärung des CDU-Vorstandes. Horitzky ist eine von 25 Beigeordneten im Vorstand des Kölner CDU-Kreisverbandes. Ihre Anwälte hatten zuvor die Vorwürfe gegen sie zurückgewiesen und vor einer Hetzkampagne gewarnt. (dpa)