Polizei sucht Zeugen

Fahrer und Beifahrerin flüchten nach Unfall auf A555

Die Polizei nahm das Kind zunächst in ihre Obhut.

Symblbild.

Köln. Am Dienstagabend ist ein Fiat-Fahrer nach einem Auffahrunfall auf der Bundesautobahn 555 mit seiner leicht verletzten Beifahrerin zu Fuß von der Unfallstelle geflüchtet. Die Polizei sucht nun nach Zeugen, die den Mann und seine etwa 16-jährige Begleiterin gesehen haben.

Eine kuriose Flucht eines mutmaßlichen Unfallverursachers und seiner etwa 16-jährigen Beifahrerin beschäftigt aktuell die Kölner Polizei. Am Dienstagabend gegen 18.15 Uhr hatte ein etwa 40-Jähriger auf der A555 mit seinem Fiat in Höhe der Anschlussstelle Köln-Bayenthal einen Auffahrunfall verursacht. Kurz darauf war er mit seiner Begleiterin von der Unfallstelle zu Fuß geflohen.

In Richtung Köln hatte sich zuvor ein Rückstau gebildet, den der Fiat-Fahrer wohl übersehen hatte. Beim Aufprall auf den am Stauende stehenden Audi wurde eine 45-jährige Audi-Fahrerin verletzt. Auch die 16-jährige Beifahrerin des Unfallverursachers verletzte sich leicht. Zudem wurde durch den Aufprall der Audi noch auf einen davorstehenden Hyundai eines 31-Jährigen geschoben, der aber unverletzt blieb.

Panikartige Flucht nach der Erstversorgung

Rettungshelfer, die sich zufällig am Unfallort befanden, versorgten die leicht verletzten Unfallbeteiligten vor Ort. Laut Aussage der Sanitäter überredete der Unfallverursacher jedoch seine 16-jährige Beifahrerin, die Behandlung abzubrechen. Dann rannte er mit seiner verletzten Begleiterin in Richtung des Kölner Verteilers davon. Für die kurz darauf eintreffende Polizei waren die Flüchtenden nicht mehr auffindbar. Nun sucht sie nach Zeugen, die den etwa 40-Jährigen und seine junge Begleiterin am frühen Dienstagabend gesehen haben.

Zeugen beschreiben den etwa 40-jährigen laut Polizeiangaben als ungefähr 1,80 Meter großen Mann mit südländischem Aussehen. Demnach hatte er auffallend fettige oder gegelte lange Haare und trug zum Unfallzeitpunkt einen beigen Mantel.

Seine etwa 16-jährige Begleiterin beschreiben die von der Polizei befragten Zeugen ebenfalls als "südländisch", mit dunklen langen Haaren. Sie war dunkel bekleidet und hatte eine Handtasche bei sich.

Unfallfahrzeug ist nicht versichert

Wie sich im Laufe der polizeilichen Ermittlungen herausstellte, war das Unfallfahrzeug nicht ordnungsgemäß umgemeldet worden und damit ohne gültigen Versicherungsschutz. Die Polizei vermutet, dass dies auch der Grund für die panikartige Flucht des Fiat-Fahrers sein könne. Im Falle einer Festnahme muss sich der Unfallverursacher wegen des Verdachts der Verkehrsunfallflucht, der fahrlässigen Körperverletzung und des Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz verantworten.

Hinweise zu den beiden Flüchtigen oder zum Unfallwagen nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 0221/2290 sowie per E-Mail entgegen.