Werk in Wesseling

Fackeltätigkeiten nach Störung in Anlage bei Shell

Die Shell-Raffinerie, Standort Wesseling, aus der Luft gesehen in Richtung Köln.

Die Shell-Raffinerie, Standort Wesseling, aus der Luft gesehen in Richtung Köln.

Wesseling. Aufgrund einer Anlagenstörung im Wesselinger Werk der Shell Rheinland Raffinerie ist es am Dienstag zu Fackeltätigkeiten gekommen. Nach Angaben des Unternehmens kann die Fackel möglicherweise auch in den kommenden Tagen zu sehen sein – verbunden mit Lärm.

Nach Angaben von Shell-Sprecher Jan Zeese war in der Nacht zu Dienstag im Wesselinger Werk der Shell Rheinland Raffinerie ein sogenannter Verdichter ausgefallen. „Verdichterstationen sind Anlagen innerhalb von Erdgasleitungen, bei denen Erdgas in den Leitungen komprimiert wird“, sagte Zeese auf GA-Anfrage. Dadurch würden Druckverluste innerhalb der Leitung ausgeglichen.

Da die Anlage nun wieder angefahren werde, könne es zu Schwankungen innerhalb des Gasnetzes der Raffinerie kommen, sagte Zeese weiter. „Um damit verbundenen Risiken vorzubeugen, wird ein Teil des Erdgases kontrolliert verbrannt.“ Dieses geschehe aus Sicherheitsgründen, führte Zeese weiter aus. „Wir versuchen dies – schon aus wirtschaftlichen Eigeninteressen – wo immer möglich zu vermeiden.“ Zur Ursache für den Ausfall machte Shell keine Angaben.

Die Shell Rheinland Raffinerie ist nach eigenen Angaben die größte deutsche Raffinerie. Pro Jahr werden laut Shell rund 17 Millionen Tonnen Rohöl verarbeitet.