Polizei und Feuerwehr im Einsatz

Dutzende stören Feier der AfD in Köln

Sollte der Verfassungsschutz die AfD ins Visier nehmen?

Symbolbild.

Köln. Dutzende AfD-Gegner versammelten sich am Samstagabend vor dem Kölner Bürgerhaus Stollwerk, um dort eine Feier der AfD zu stören. Die Polizei war bis 1.30 Uhr im Einsatz. Ein Unbekannter warf eine Glasflasche. Auch in Hürth kam es zu einer Auseinandersetzung.

Der Beginn des Einsatzes am Bürgerhaus Stollwerk war ein Fehlalarm. Während Anhänger der AfD im Bürgerhaus Stollwerk feierten, löste ein Brandmelder im Gebäude aus. So berichtet es die Polizei.

Die Feuerwehr rückte gegen 20.45 Uhr aus und suchte im Gebäude nach Brandherden. Währenddessen mussten die AfD-Anhänger draußen warten und standen vor dem Notausgang. Nach derzeitigen Erkenntnissen der Polizei versammelten sich daraufhin in Sichtweite des Gebäudes rund 30 Personen. Aus dieser Gruppe heraus soll ein Unbekannter eine Glasflasche in Richtung der wartenden AfD-Mitglieder. Getroffen wurde niemand. Die Polizei, die daraufhin alarmiert wurde, traf im Nahbereich keine Verdächtigen mehr an.

Gegen 22.30 Uhr bemerkte die Polizei, wie sich mehrere Gruppen von Personen sternförmig dem Gebäude näherten. In der Spitze seien daran etwa 60 Personen beteiligt gewesen, so die Polizei. Diesen Gruppen machte die Polizei Auflagen nach dem Versammlungsgesetz. Während die Polizei vor Ort blieb, "skandierten die Protestler gegenüber den Uniformierten verächtliche Parolen", so die Polizei.

Gegen 23.30 Uhr hatten die AfD-Anhänger das Bürgerhaus verlassen. Die Polizei beendete ihren Einsatz gegen 1.30 Uhr. Ermittelt wird nun wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung durch den Flaschenwurf. Ebenso ermittelt die Kriminalpolizei wegen Notrufmissbrauchs.

Auseinandersetzung in Brühl

Schon am Samstagnachmittag war es an einem Infostand der AfD in Hürth-Efferen zu einer Auseinandersetzung gekommen. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, befand sich auf der Kaulardstraße ein genehmigter Infostand der Partei. Vor dem Infostand sammelten sich einige Demonstranten, die mit Transparenten ihren Protest gegen der AfD kundtan. Als ein Auto vor dem Stand hielt, ging nach Angaben der Polizei ein AfD-Parteimitglied mit einem Smartphone in der Hand und eingeschalteter Videofunktion direkt auf die beiden im Auto befindlichen Männer zu.

Zwischen dem 60-Jährigen und den beiden 41-jährigen Männern aus dem Rhein-Efrt-Kreis kam es zu einem Handgemenge, bei dem der 60-Jährige nach eigenen Angaben durch Schläge verletzt worden sein soll. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht, konnte dieses aber nach der Behandlung wieder verlassen. Er erstattete Anzeige wegen Körperverletzung gegen die beiden Männer, diese wiederum zeigten den AfD-Politiker wegen Nötigung an. Der Staatsschutz ermittelt nun.